| Autor |
Nachricht |
Knusperhex PostRank 5

Anmeldungsdatum: 21.05.2007 Beiträge: 135 Wohnort: Schönau am Königssee
|
Verfasst am: Fr, 16. Jan. 2009 12:45 Titel: TV Bericht über das Berchtesgadener Land
|
|
|
Diesen Jörg Kachelmann sollte man mit dem Hubschrauber am Funtensee aussetzen. Auf der einen Seite macht er zwar eine tolle Werbung für uns auf der anderen stellt er allerdings nicht richtig, dass die -45 Grad nicht im Tal herrschen, sondern im Hochgebirge. Der sollte dem Leikermoser Gesellschaft leisten! Hoffentlich machen dies nicht ein paar Durchgeknallte nach und unsere Bergwachtler können dann ihr Leben riskieren. _________________ http://twitter.com/Knusperhex |
|
| Nach oben |
|
 |
Stephan Administrator


Anmeldungsdatum: 31.01.2005 Beiträge: 2860 Wohnort: Schönau am Königssee
|
Verfasst am: Fr, 16. Jan. 2009 13:03 Titel:
|
|
|
Hallo Knusperhex,
ich habe auch schon einige E-Mails erhalten, ob man bei diesen Minustemperaturen überhaupt noch nach Berchtesgaden reisen kann. Ich verstehe nicht, wieso nicht die Wetterstation am Kohlhiasl verwendet wird?
Stephan _________________ Berchtesgadeninfo.de: Urlaub in Berchtesgaden, Ramsau und Königssee http://www.berchtesgadeninfo.de
NEU: 3-Tage und 5-Tages-Programm Adventure Sports und Outdoor Fun in Berchtesgaden http://www.berchtesgadeninfo.de/de/.....n/aktiv-ferien-sport.html |
|
| Nach oben |
|
 |
Knusperhex PostRank 5

Anmeldungsdatum: 21.05.2007 Beiträge: 135 Wohnort: Schönau am Königssee
|
Verfasst am: Fr, 16. Jan. 2009 15:09 Titel: Wetterstation Berchtesgadener Land Temperatur
|
|
|
Hallo Stephan,
informativ gesehen und werbetechnisch finde ich es wie gesagt ok wenn der kälteste Punkt in Deutschland erwähnt wird aber es sollte auch die Temperatur im Talkessel angegeben werden. Gibt es einen link zur Wetterstation am Kohlhiasl??? _________________ http://twitter.com/Knusperhex |
|
| Nach oben |
|
 |
Karl Valentin Gast
|
Verfasst am: Fr, 16. Jan. 2009 21:37 Titel:
|
|
|
Ich seh nur noch schwarz und las in der
taz vom 11.01.2006:
Der Untenrum-Komiker
Wetteransager Jörg Kachelmann hat ungefähr so viel Humor wie ein Tiefdruckgebiet
Jörg Kachelmann, "Wettermän und Medienstar" (WDR), der die Wettervorhersage "zur TV- Kunstform veredelt hat" (Rowohlt Verlag), scheint die Sonne beständig aus dem -- hui hui --. Längst verfügt er über ein „Vorhersage-Imperium" (ARD), seiner Firma Meteomedia gehören mehrere hundert Wetterstationen in Deutschland und in der Schweiz, und er betreibt sein großes Geschäft
mit "üblen Winden“:
"Blumenkohlwölkchen" und "schlürfendem Regen': Dazu begibt er sich mitunter in völlige Klausur: "Oft bezieht er tagelang auf Hiddensee in einem seiner Wetterhäuschen Station - ein muffiges Kabuff von wenigen Quadratmetern" (ARD), um daraus mit "vom Winde verwehten Haaren" auf "Zeitreisen in
die Zukunft des Wetters" aufzubrechen und die Republik mit weiteren solcher Donnerbalken zu markieren.
Sponsoren ist der "Hochdruckmacher" dabei eindrucksvoll zugewandt: In seiner Internet-"Kolumne" beim "T-Online Nachrichtenportal" schönwettert Kachelmann: "Liebe Freunde der uneingeschränkten T-Onlinerei! Kein Online-Wetterdienst hat wie T -Online über 700 Wetterstationen jede Stunde zur Verfügung." Begeistert "kämmt sich" Kachelmann daraufhin "durch die Ortsnamen in Deutschland" und entdeckt "bemerkenswerte Orte': in denen "man auch gerne eine Wetterstation hätte - Katzenhirn in Bayern oder Lederhose in Thüringen':
Eine "besondere Gegend': fährt das Spatzenhirn fort, "bei der ich nicht sicher bin, ob es Ärger gäbe, erschiene sie im Ticker im Ersten Deutschen Fernsehen, gibt es rund um Bad Bederkesa':
Er "fürchtet': diese Gegend werde jedoch "immer wetterstationsfrei bleiben': weil "unser prinzipientreuer und die Moral der Truppe hochhaltender Programmdirektor nicht zuließe, dass in Drangstedt, Fickmühlen, Flögeln oder Hymendorf (sic!) eine Wetterstation nur zum zweifelhaften Gaudium von Fernsehzuschauern errichtet würde, die der Volksetymologie frönen':
Zwar künden diese Orte die allerdings sehr benachbart sind nicht von einer generell sexualisierten Atmosphäre (obwohl Spaßvögel dort schon einen (deutschen Erotikwanderweg postuliert haben): jedoch von irgendwelchen mittelhochdeut- schen und nicht erfolgten Lautverschiebungen sowie Schwächungen in Mittelsilben, die nichts mit dem zu tun haben, was Sie denken. Der badische Wein hat Kachelmann offenbar endgültig die Hirnmasse zerschmaddert "darauf ein Glas mit einer der Kreszenzen unseres tapferen Sponsors dieser Kolumne" -, und seine gelallten Lautverschiebungen künden höchstens von einer zweifelhaften Bauernregel: Was Januar in die Samen treibt in Halm und Ähren stecken bleibt.
Bleibt nur zu hoffen, dass der dümmste aller Wetterbauern möglichst rasch im badenwürttembergischen Schwaikheim immerwährende - und vor allem stille - Wetterstation macht und seinen eigenen üblen Winden erliegt. Bis dahin gilt das einzig wahre Wetterphänomen: "Die Apokalypse kommt eigentlich übers Wetter" (Gerhard Polt) - und ein lebendes Tiefdruckgebiet sehen Sie nach den Tagesthemen. TANJA KOKOSKAI |
|
| Nach oben |
|
 |
Karl Valentin Gast
|
Verfasst am: Fr, 16. Jan. 2009 21:47 Titel:
|
|
|
Weiter seh' ich schwarz - Herr Kachelmann bitte verabschieden Sie sich vom Funtensee und schaden Sie uns nicht länger mit Ihrer Sensationswetterberichterstattung.
Und ich las:
Unter Bayern
Kalt, kälter, ganz kalt
Von Wolfgang Roth
Wofür Gumpen gut sind, hat man lange nicht gewusst, bis der Bergsteiger Walter Pause seine genussreichen Kletter- und Wandertouren in zahlreichen Büchern verewigte. Auf diesen Streifzügen durch die Alpen ließ Walter Pause kaum eine Gelegenheit aus, sich in einem der kleinen Felsenbecken zu erfrischen - die reinste Bäderkur inmitten der steinernen Meere. Ließ sich einer nicht lumpen, sprang er fortan in Gumpen.
Wofür der Funtensee gut sein soll, hat man auch lange nicht gewusst, bis Jörg Kachelmanns Firma Meteomedia an der unwirtlichen Stätte oberhalb von Berchtesgaden eine Wetterstation errichtete. Sie steht in einem Kälteloch, das während der Eiszeit seine Form fand und nun ganz Deutschland das Blut in den Adern gefrieren lässt. Wenn in den Wetterkarten der ARD rechts unten die Temperaturangabe aufscheint, werden selbst die Bewohner des kühlen Nordens von Mitleid geschüttelt. "Ob sie das wohl überleben?", sorgen sich dann die einen. "Die sind das gewohnt, die haben eine dicke Fettschicht und dichte Unterwolle", meinen andere.
Die Hoteliers im Berchtesgadener Land kriegen aber regelmäßig die Hitze, weil der Funtensee verfrorene Gäste abschrecken könnte. Dabei verirren sich nur wenige so weit nach oben, die meisten bleiben unten am Königssee, wo es schon wegen der vielen Touristen wohlig warm ist. Schaudernd erzählen sie dort Geschichten wie jene von den Weihnachtstagen des Jahres 2001, als am Funtensee minus 45,8 Grad gemessen wurden. Das war Rekord, er ist bis heute ungebrochen. Darauf sind sie dann doch stolz und gedenken dankend des Jörg Kachelmann.
Allerdings, der Nimbus ist dahin, der Funtensee ist auch nicht mehr das, was er einmal war. Hat er doch in diesen Frosttagen zeitweise unter ferner liefen rangiert hinter Stationen wie Zörbig-Mößlitz, Dippoldiswalde-Reinberg und Doberlug-Kirchhain. Blamabel ist das und doppelt beschämend, dass die neuen Kältepole nicht mehr im Reich der Gumpen liegen, sondern weit unten im flachen Land. Funtensee, Funtensee, wenn das so weitergeht, wird man dir die Messapparate entziehen, wird dich zu dem machen, was du einstmals warst, und kein Meteorologe wird dir mehr den Puls fühlen.
Noch steht der Rekord, aber in Doberlug graben sie sicher schon eifrig am nächsten Kälteloch.
Zeichnung: Dieter Hanitzsch
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.7, Samstag, den 10. Januar 2009 , Seite 41 |
|
| Nach oben |
|
 |
Interessierter Gast
|
Verfasst am: Sa, 17. Jan. 2009 10:40 Titel:
|
|
|
brrr ist das kalt dort, da geh ich nicht hin  |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
|