Stephan Administrator


Anmeldungsdatum: 31.01.2005 Beiträge: 2849 Wohnort: Schönau am Königssee
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Verfasst am: Sa, 24. Jan. 2009 09:29 Titel: Bad Reichenhall - Bei „Rip-Deal“ um 150.000 Euro geprellt
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- Polizei nimmt Tatverdächtigen in Nordrhein Westfalen fest -
BAD REICHENHALL, LKR. BERCHTESGADENER LAND.
Ende Dezember vergangenen Jahres war ein 30-jähriger Österreicher in Bad Reichenhall bei einem geschickt eingefädelten „Währungstauschgeschäft“ von Unbekannten um 150.000 Euro gebracht worden. Jetzt konnte ein 35-jähriger Franzose in Nordrhein Westfalen als mutmaßlicher Haupttäter festgenommen werden.
Nach Angaben des Opfers aus der Steiermark/Österreich hatten die Gauner über mehrere Wochen hinweg ein Vertrauensverhältnis zu ihm aufgebaut, um ihn in Sicherheit zu wiegen und so für den geplanten Coup mit dem Währungstauschgeschäft vorzubreiten. Zu dieser Taktik gehörte offensichtlich auch der reguläre Kauf eines teuren Ferraris durch die Täter von einem Bekannten des 30-Jährigen. Durch die wiederholten Kontakte und der seriösen Geschäftsabwicklung beim Verkauf der Nobelkarosse eingelullt und getäuscht, nahte dann auch schon das Unheil für den Österreicher.
Einer der „Geschäftspartner“, angeblich ein erfolgreicher Immobilienhändler, bot ihm schließlich einen sehr gewinnversprechenden Umtausch einer größeren Summe Schweizer Franken in Euro an, bei dem für den Österreicher annähernd 50.000 Euro Gewinn rausschauen würde. Am 30.12.08 traf man sich in Bad Reichenhall zur Abwicklung des Geschäfts. Der 35-jährige Hauptakteur stellte als Untermauerung seiner Zuverlässigkeit dem Österreicher ein Bündel 100-Schweizer-Franken-Scheine zur Prüfung zur Verfügung. Nachdem diese für gut befunden waren, sollte der Geldtausch stattfinden. Mit einem Verwirrmanöver brachten der 35-jährige Franzose die vom Österreicher mitgebrachten 150.000 Euro an sich und machte sich, chauffiert von einem Komplizen, mit einem Mercedes mit französischem Kennzeichen aus dem Staub. Der Österreicher hatte das Nachsehen. Die große Eurosumme, die er sich großteils von Freunden geliehen hatte, war weg. Die angebotene Summe Schweizer Franken gab es offensichtlich gar nicht und demnach auch nicht den versprochenen satten Gewinn. Es blieb nur der Weg zur Polizei.
Die Sofortfahndung der Polizei Bad Reichenhall und der umliegenden Dienststellen nach dem Fluchtfahrzeug verlief negativ. Die Kripo Traunstein übernahm die weitere Sachbearbeitung zu dem Fall. Zwischenzeitlich konnte der 35-jährige Franzose aus Straßburg als mutmaßlicher Hauptverdächtiger ermittelt werden. Internationale Kontakte erwiesen sich hierbei wieder einmal als sehr hilfreich. Am 19.01.09 gelang es, den Franzosen in Nordrhein Westfalen ausfindig zu machen und den bereits bestehenden Untersuchungshaftbefehl zu vollstrecken. Die Beute blieb bisher verschwunden. Vorgeworfen wird dem Tatverdächtigen, zusammen mit noch unbekannten weiteren Personen, ein bandenmäßig verübter Raub. Die Ermittlungen sind insgesamt noch nicht abgeschlossen.
Bei der Masche, die dem Österreicher zum Verhängnis geworden ist, handelt es sich um eine Variante des sehr facettenreichen sogenannten „Rip-Deals“, Darunter sind Betrugs-, Raub- und Diebstahldelikte zu verstehen, die alle nach ähnlichem Schema ablaufen. Der Begriff setzt sich zusammen aus „to rip“ (jemanden ausnehmen, neppen) und „deal“ (Handel, Geschäft). Weitere Informationen dazu bietet unter der Internetanschrift www.polizei.bayern.de/kriminalitaet/internet/betrug/ das Bayerische Landeskriminalamt.
Tipps, um sich vor solchen Machenschaften zu schützen:
• Seien Sie besonders vorsichtig, wenn ein Käufer bereitwillig auf den von Ihnen veranschlagten Kaufpreis eingeht, ohne zu verhandeln. _________________ Berchtesgadeninfo.de: Urlaub in Berchtesgaden, Ramsau und Königssee http://www.berchtesgadeninfo.de
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