Stephan Administrator


Anmeldungsdatum: 31.01.2005 Beiträge: 2860 Wohnort: Schönau am Königssee
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Verfasst am: Do, 19. Feb. 2009 15:39 Titel: Unfallbericht der Polizeiinspektion Bad Reichenhall
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Unfallbericht der Polizeiinspektion Bad Reichenhall
für das Jahr 2008
Fast gleiche Zahlen wie im Vorjahr
Die Unfallzahlen waren im Bereich der Polizeiinspektion Bad Reichenhall bis auf einen Unfall genau so hoch wie im Vorjahr. Allerdings ist die Zahl der verletzten Personen leicht gesunken. In Zahlen ergibt sich für 2008 folgendes Bild (in Klammern die Werte für 2007):
Insgesamt mussten 892 (891) Unfälle aufgenommen werden, bei denen sich 72 (69) Personen schwer- und 206 (235) Personen leicht verletzten. Acht (sieben) Personen verstarben an den Unfallfolgen. Es waren dies 2 Fußgänger, 2 Radfahrer, 2 Pkw-Fahrer und eine Mitfahrerin in einem Pkw.
Die meisten Unfälle, nämlich 214, passierten im letzten Jahr beim Rückwärtsfahren, meist auf Parkplätzen. Da hierbei die Geschwindigkeit der Fahrzeuge oftmals nur sehr gering ist, gab es nur 9 Verletzte.
Die zweithäufigste Unfallursache war im letzten Jahr der zu geringe Sicherheitsabstand. Bei 165 Auffahrunfällen verletzten sich 73 Personen.
Die nicht angepasste Geschwindigkeit oder überhöhte Geschwindigkeit lag diesmal „nur“ auf Rang 3. Hier waren jedoch die Folgen am gravierendsten: Bei 151 Unfällen wurden 87 Personen verletzt und eine getötet.
Folgenschwer sind auch Vorfahrtsverletzungen: Bei 93 Zusammenstößen wurde 1 Person getötet und 52 verletzt.
Die Zahl der Schulwegunfälle hielt sich erfreulicherweise in Grenzen. Nur zwei 10jährige Radfahrer verletzten sich leicht, als sie jeweils alleinbeteiligt zu Sturz kamen.
2008 wurden der Polizei 197 Fälle von „Unfallflucht“ gemeldet. 76 mal jedoch konnte der Verursacher ermittelt werden. Gerade bei geringen Schäden gibt es fast keine Spuren, die zum Täter führen, so dass hier die Polizei vor allem auf Zeugenhinweise angewiesen, um den Geschädigten zu seinem Recht zu verhelfen.
Bei den angezeigten 25 Wildunfällen gab es nur Blechschäden.
Leicht gestiegen ist auch die Zahl der Kraftfahrer, die unter Alkoholeinfluss einen Unfall verursachten. Nach 33 Unfällen in 2007 waren es im abgelaufenen Jahr 36 Unfälle, bei denen die Polizisten bei einem Beteiligten Verdacht schöpften und eine Blutentnahme anordneten. Der traurige "Spitzenreiter" hatte 2,68 Promille Alkohol im Blut. Bei allgemeinen Verkehrskontrollen wurden weitere 80 Trunkenheitsfahrten aufgedeckt.
Unfälle unter Drogeneinfluss wurden 2008 nicht festgestellt. Bei Verkehrskontrollen gab es jedoch bei 6 Fahrzeugführern deutliche Anzeichen auf Drogeneinfluss und entsprechende Anzeigen.
Unfälle in den fünf Gemeinden des Dienstbereiches
Die meisten Unfälle wurden im Bereich der Großen Kreisstadt Bad Reichenhall registriert. Wegen des starken Verkehrsaufkommens ist auch das Unfallgeschehen besonders hoch. Genau 560 Unfälle mit 142 Verletzten und 3 Getöteten hatten die Polizeibeamten zu bearbeiten. Auffällige Unfallhäufungen gab es am sog. Reichenbachverteilers, auf der Staatsstraße 2101 im Bereich des Antoniberges sowie auf der Umgehungsstraße zwischen den Einmündungen Kurfürsten- und Vogelthennstraße. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass auf Teilstrecken der Umgehungsstraße täglich mehr als 30 000 Kfz unterwegs sind. Rückläufig waren dagegen die Unfälle in Marzoll an der Einmündung der Tumpenstraße (Kreisstraße 4) in die Bundesstraße 21. Wahrscheinlich hat hier der errichtete Fahrbahnteiler dafür gesorgt, dass die Verkehrssicherheit erhöht wurde.
In der Gemeinde Piding ereigneten sich 142 Unfälle. Neben 43 verletzten Personen war auch ein Verkehrstoter am Bahnübergang in Bichlbruck zu beklagen. Allein auf die B 20 entfielen mehr als die Hälfte der Unfälle, nämlich 73. Besonders unfallträchtig ist sie zwischen der Salzstraße und der Autobahn.
Seit Jahren sind die Unfallzahlen in der Gemeinde Schneizlreuth rückläufig. Während es im Jahr 2001 noch 185 Unfälle zu verzeichnen gab, waren es im letzten Jahr nur 85 Unfälle mit einer getöteten und 43 verletzten Personen. Dennoch gibt es immer wieder aufsehenserregende Unfälle im Bereich der B 21. Am spektakulärsten war im September der Absturz eines Silotankzuges von einem Parkplatz bei Unterjettenberg. Das Fahrzeug kam nach einem 30 m tiefen Absturz hochkant auf dem Geh- und Radweg entlang der Saalach zum Stehen. Da sich der Unfall in der Nacht ereignete, wurde er erst nach Stunden entdeckt und der eingeklemmte Fahrer konnte schließlich verletzt befreit werden.
Gegenüber dem Vorjahr sind in der Gemeinde Anger die Unfälle und auch die Zahl der geschädigten Personen angestiegen. Die Polizeibeamten fuhren zu 55 Unfällen. 31 Personen musste ambulant oder stationär behandelt werden. Eine Radfahrerin kam bei der Abfahrt von der Stoißer Alm zu Sturz. Sie erlag kurz darauf im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.
Die wenigsten Unfälle gab es im Vorjahr im Gemeindebereich von Bayerisch Gmain. Hier hat vor allem die Geschwindigkeitsbeschränkung am Hallthurmer Berg und die besonders intensive Überwachung der B 20 zu diesem positivem Ergebnis beigetragen. Bei 50 Unfällen wurden 19 Verkehrsteilnehmer verletzt. Zwei Insassen eines Pkw wurden getötet, als der ältere Fahrer ohne erkennbaren Grund von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte.
Hajek Hermann
Polizeihauptkommissar
Sachbearbeiter Verkehr _________________ Berchtesgadeninfo.de: Urlaub in Berchtesgaden, Ramsau und Königssee http://www.berchtesgadeninfo.de
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