Stephan Administrator


Anmeldungsdatum: 31.01.2005 Beiträge: 2849 Wohnort: Schönau am Königssee
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Verfasst am: Do, 29. Jul. 2010 18:42 Titel: Verdopplung der Phishing-Fälle in Bayern
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München - Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) verzeichnete in den letzten drei Monaten einen eklatanten Anstieg der bei der Polizei angezeigten Phishing-Fälle in Bayern. Für das Jahr 2010 liegen diese mit 770 gemeldeten Fällen bereits jetzt über denen des gesamten Vorjahres (736). Der diesjährige Schaden beläuft sich bereits auf 3,7 Mio. Euro. Allein in den Monaten April, Mai und Juni 2010 kam es zu mehr als 530 Anzeigen. Die Zahlen der Phishing-Fälle unterliegen einem stetigen Wandel. Wenn es Straftäter schaffen, die aktuell verwendeten Sicherheitssysteme zu knacken, steigen die Missbrauchsfälle nachfolgend deutlich an. In den meisten Fällen dürften die PCs der Nutzer mit einer Schadsoftware infiziert gewesen sein, mittels derer es den Tätern möglich ist, das weitverbreitete Sicherungsverfahren „iTAN“ der Banken zu kompromittieren. Die unterschiedlichen Typen von Schadsoftware neuester Generation arbeiten im Hintergrund auf den infizierten Rechnern. Wird eine Online-Banking-Transaktion ausgeführt, manipuliert sie den Originalauftrag des Kunden in Echtzeit und i.d.R. werden mehrere tausend Euro auf ein von den Tätern bestimmtes Konto überwiesen.
Das Opfer erfährt das in der Regel erst bei der Kontrolle der Kontobelege.
Das LKA warnt Bankkunden eindringlich davor, Online-Banking mit nicht oder
ungenügend geschützten PCs zu nutzen. Halten Sie Ihren Rechner auf dem
neuesten Stand. Nutzen Sie die Update-Funktion des Herstellers Ihres
Betriebssystems und Anwendungen. Benutzen Sie unbedingt einen tagesaktuellen Virenscanner und eine Firewall.
Zusätzliche Sicherheit bieten alternative Sicherungsverfahren beim Online-Banking, die, wenn sie richtig angewendete werden, dem unsicheren iTAN überlegen sind, z.B. mTAN/SMS-TAN oder FinTS Secoder.
Erklärungen:
iTAN: Eingabe einer bestimmten, von der Bank geforderten, Transaktionssnummer
mTAN/SMS-TAN: Nach Ausfüllen der Überweisung im Internet wird seitens der Bank
eine Transaktionsnummer mit SMS auf das Mobiltelefon gesandt.
FinTS Secoder: PIN/TAN-Verfahren und Kunden-Chip-Karte mit Kartenlesegerät.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Tipps des LKA:
• Vergewissern Sie sich, mit wem Sie es zu tun haben. Überprüfen Sie beim
Besuch von Webseiten die Adressleiste in Ihrem Browser. Bei geringsten
Abweichungen sollten Sie stutzig werden. Tragen Sie ständig benötigte
Internet-Adressen in die Favoritenliste Ihres Browsers ein und folgen Sie nicht
den in E-Mails angegeben Links.
• Klicken Sie nicht auf den angegeben Link in der übersandten E-Mail.
Versuchen Sie stattdessen, die in der E-Mail angegebenen Seiten tatsächlich
auch über die Startseite Ihrer Bank zu erreichen (ohne diese in die
Adresszeile einzutippen).
• Kreditinstitute fordern grundsätzlich keine vertraulichen Daten per E-Mail oder
per Telefon von Ihnen an. Wenn Sie sich unsicher sind, halten Sie
Rücksprache mit Ihrer Bank.
• Übermitteln Sie auch keine persönlichen oder vertraulichen Daten (bspw.
Passwörter oder Transaktionsnummern) per E-Mail.
• Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Kontostand sowie Ihre Kontobewegungen.
So können Sie schnell reagieren, falls ungewollte Aktionen stattgefunden
haben.
• Ihre persönliche Identifizierungsnummer (Pin) und die Transaktionsnummer
(Tan) sollten Sie nur dann eingeben, wenn eine gesicherte Verbindung mit
Ihrem Browser hergestellt ist. Diese erkennen Sie an folgenden Merkmalen:
Die Adresszeile beginnt mit https:// . Im Browserfenster erscheint ein kleines
Icon, z. B. in Form eines Vorhängeschlosses, das den jeweiligen
Sicherheitsstatus symbolisiert („geschlossen“ bzw. „geöffnet“).
• Außerdem sollten Sie Bankgeschäfte nur an Rechnern von Personen
durchführen, denen Sie vertrauen. Es gibt Programme oder technische
Einrichtungen, die Ihre Eingaben mitloggen können, ohne dass Sie es
merken. Verzichten Sie deshalb darauf, Ihre Bankgeschäfte beispielsweise in
Internet-Cafes zu erledigen.
Weitere Informationen
• www.polizei-beratung.de
• Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (www.bsi.de) _________________ Berchtesgadeninfo.de: Urlaub in Berchtesgaden, Ramsau und Königssee http://www.berchtesgadeninfo.de
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