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wolfgang
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Anmeldungsdatum: 31.03.2007
Beiträge: 18
Wohnort: Schönau am Königssee

BeitragVerfasst am: Mo, 02. Apr. 2007 12:02    Titel: Regionale Produkte

Am 25. März habe ich bei der Siegelverleihung der Solidaregemeinschaft
in Bad Reichenhall das Regionalranking der INSM erwähnt. es ist unter:
http://www.insm-regionalranking.de/ki_226.html
nachzulesen.
Aufgrund dieses Rankings bin ich gegen jede neue Ansiedlung von Handelsbetrieben. Wir brauchen weder einen FOC in Pidung noch einen Discounter auf dem Triftplatz in Schönau am Königssee.
Sondern wir müssen unsere Mitelstandsbetriebe schützen.
Ich hoffe ich habe zu einer Diskussion angeregt.

Viele Grüße

Wolfgang

-- Administrator --

Hallo Wolfgang,
vielen Dank für deinen Beitrag!
Ich habe deinen Beitrag in diese Kategorie verschoben.

-- Administrator --

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Wolfgang Stäblein
1. Vorsitzender der
Solidargemeinschaft BGL e.V
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Gast






BeitragVerfasst am: Mi, 04. Apr. 2007 08:54    Titel:

Soweit ich mich entsinnen kann ist das FOC ein Factory Outlet Center, ein Fabriklagerverkauf. Und diese Wahre wird nicht in Berchtesgaden hergestellt, nur verkauft. Allerdings zum teil zu extrem überhöten Preisen. Alleine die Diskusion wegen dem Europark ist schon lachhaft. Dort sind auch "nur" Salzburger Bewohner gebündelt mit ihren Firmen die ihre Wahre verkaufen, allerdings zu Preisen die man in Berchtesgaden und Umgebung nicht findet. Da braucht sich kein Gschäftlmacher in BGD, Rei und LF der teilweise bis zu 400% aufschlägt wundern. Die anderen in Österreich können ja auch günstiger verkaufen. Nur weil der Europark ein Dach über alle Geschäfte hat geht der Kunde nicht dort hinüber, sondern wegen den Angeboten, dem kostenlosen Parken, der Freundlichkeit und den Preisen. Wenn wir in Piding einen FOC bekommen kommt es dem Landkreis zugute und vor allem dem Einwohner. Denn der kann endlich einmal wieder im Landkreis zu vernünftigen Preisen einkaufen. Natürlich kommen dann die Gschäftlmacher etwas zu kurz, aber die können ja dann noch teurer werden, so wie wir es ja gewohnt sind.
Der Müllermarkt in BGD z.B. ist doch auch ein Discounter und genau dieser ist es der wieder Leben in den Markt brachte und ein Discounter verkauft, meines Wissens, auch keine Regionale Ware.
Mittelstandsbetriebe schützen JA, aber nicht so.
Man sollte eher gegen die Schwarzarbeit ankämpfen, denn DIESE macht die Mittelstandsbetriebe kaputt.
Die Bürger sollten endlich mal die Schneid zeigen und SCHWARZARBEIT anzeigen.
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Gast






BeitragVerfasst am: Mi, 04. Apr. 2007 10:02    Titel:

>>Soweit ich mich entsinnen kann ist das FOC ein Factory Outlet Center, ein Fabriklagerverkauf. Und diese Wahre wird nicht in Berchtesgaden hergestellt, nur verkauft. Allerdings zum teil zu extrem überhöten Preisen.<<

Mit den überhöten Preisen meinte ich natürlich nicht das FOC sondern unsere Gschäftlmacher im Einzelhandel.
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Heiner1
Gast





BeitragVerfasst am: Mi, 04. Apr. 2007 10:29    Titel:

Regionale Produkte!
Es heist doch dann das wir Produkte de in Berchtesgaden hergestellt wean auch kaufen sollen? Was hat ein FOC oder Discounter mit Regionalen Produckten zu tun?
Dann dürfte jeder Koch nur noch mit regional angebauten und erzeugten Produckten kochen, Automechaniker immer noch Leiterwagen bauen und Spengler nur mit Holzschindeln die Dächer decken bounce

Denke das hier eine Themaverfehlung ansteht.

Wenn wir ein Outlet Center bekommen ist es nur gut für den Verbraucher und einen Discounter können wir sicherlich auch gebrauchen.
Wie schon mein Vorgänger erwähnte sind es die Preise der Läden in Berchtesgaden die nicht passen. Es kann nicht angehn dass ein Geschäft in Österreich mit gleicher Größe und Angestelltenzahl um teilweise 200 - 300 Prozent günstiger ist als in Berchtesgaden.
Somit denk i das es sicherlich nicht schlecht ist für den Landkreis und seiner Bürger. Naja, der Einzelhandel muss halt mal von seinem hohen Roß und Umdenken.

Was natürlich die Mittelstandsbetriebe im Handwerk angeht, da ist sicherlich die Schwarzarbeit schuld am Chaos aber mit Sicherheit kein FOC oder Discounter.
Das was im Landkreis an Bekleidung hergestellt wird, wird sich sicherlich nicht in einem dieser Betriebe finden.
Also ist das Textil und Leder(hosen)handwerk im Landkreis gesichert. bounce

Andere Handwerksbetriebe wie Schreinereien oder ? die von Möbeldiscountern betroffen sind haben ihre Arbeit durch ihre Exklusivität und Qualität. Wobei ein Möbeldiscounter mehr oder weniger auch nichts mehr ausmachen (Ikea, Leiner, Möbelixx usw. usw.)würde.

Also, welcher Mittelstandsbetrieb (ausser unsere Wucherpreisklamottenverkäufer) ist/sind betroffen wenn ein FOC oder Discounter eröffnet?
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Joggi
Gast





BeitragVerfasst am: Mi, 04. Apr. 2007 12:24    Titel:

Was mich einmal interessiert:
Hatte sich jemals ein einheimisches Schuhhaus Gedanken darüber gemacht, wenn sie z.B. Trachtenschuhe verkauft, das der Schuhmacher nebenan Kunden verliert?
Machte sich jemals ein einheimisches Trachtenmodehaus gedanken ob durch sie ein Trachtenschneider seine Kunden verliert?
Machte sich jemals ein einheimischer Tante Emma Edeka Laden Besitzer gedanken, als er begann Wurst zu verkaufen, ob der Metzger nebenan Kunden verliert?
Machte sich jemals ein einheimisches Sportgeschäft Gedanken darüber das er mit seinem Skiverkauf den einheimischen Skifabrikanten ruiniert?
Machte sich je ein einheimischer kulinarischer Koch gedanken darüber das er der einheimischen lebensmittelproduktion ein schnäppchen schlägt?
u.s.w. u.s.w.

Hört mir doch auf mit der häuchlerischen Überschrift "Regionale Produckte" und wir sollten den Mittelstand schützen!
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Stephan
Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 31.01.2005
Beiträge: 673
Wohnort: Schönau am Königssee

BeitragVerfasst am: Mi, 04. Apr. 2007 12:55    Titel: Regionale Produkte

Servus Joggi,

ich denke schon, das sich der Käufer von Produkten öfters mal Gedanken machen muss was er da so kauft. Dabei geht es in erster Linie nicht mal um einheimische Produkte sondern um Qualität!

Bei deinem Beitrag geht es um den klassischen Mitbewerb, den ich für sehr notwendig halte, denn gerade der klassische Mitbewerb verhindert überteuerte Angebote und ist gut für den Kunden!


Ein Beispiel:
Zwei Metzger bieten zu unterschiedlichen Preisen ein Stück Fleisch in gleicher Qualität an. Der vergleichende Käufer wird den günstigeren Metzger wählen und der andere Metzger muss langfristig seinen Preis senken. Bei beiden Metzgern wird der Kunde allerdings in der Regel gut beraten.

Ein weiteres Beispiel:
Ein Konzern hat zwei Elektronik-Vertriebsketten mit Werbeaussagen wie Geiz ist geil ausgestattet und bietet Preisrabatte an, die natürlich sehr verlockend sind, zumal die zu einem Konzern gehörenden Ketten sich nach außen hin gegenseitig bis aufs äußerste bekämpfen.
Das die angebotenen Produkte zum Teil vor der Angebotsphase deutlich im Preis erhöht wurden damit diese jeweilige Rabattstufe erst möglich ist vergessen viele und wenn man nach Fachberatung such ist man als Kunde auf verlorenen Posten.

Hast du schon mal den Vor Ort Service von Discountern genießen dürfen?
Ich schon! Ich habe das Produkt verpackt, es wurde von einem Paketdienst abgeholt und ich habe fast 9 Wochen nichts mehr von meinem Produkt gesehen. Der Anruf bei der Hotlein dauerte nur kurze 50 min., die im übrigen ich bezahlen durfte.


Das viele Produkte einfach überteuert sind und der Käufer entscheiden muss ist überall so, auch in FOC's! Aber dass extrem günstige Produkte auch nicht das Gelbe vom Ei sind beweisen Produkte, die man freiwillig nach kurzer Verwendung wieder entsorgt. Ich kenne mitlerweile den vor Ort Service und ziehe den vom örtlichen Elektrofachhandel vor!

Auch kann es nicht sein, das Grüne Politiker von Ökologisch hergestellten Produkten sprechen, wenn diese eine Reise von x-tausend Kilometern bis zum Konsumenten hinter sich haben.

Gute Beispiele findet man überall! Ich möchte hier bewusst kein Geschäft nennen, aber ich kenne Geschäfte in Berchtesgaden, die zu fairen Preisen verkaufen!

Das Engagement von der Solidargemeinschaft finde ich persönlich voll super, nur muss man als Konsument die überteuerten Anbieter meiden!
Die gabs früher und die wird es auch immer geben oder?

Stephan
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Gast






BeitragVerfasst am: Mi, 04. Apr. 2007 13:25    Titel:

Ich sehe die Regionaldiskussion auch von zwei Seiten
-- drei Seiten oder -- >>Administrator<<

1. Der Handel:
Nicht umsonst gehört der reine Durchreichehandel zu den sehr gut verdienenden Branchen. Ansonsten gäbe es auch nicht in fast jedem Ort einen.
Das man hier keinerlei Fachberatung bekommt ist klar und die Aussagen vom Stephan glaube ich auch von A – Z. Wenn das Gerät etc nicht mehr geht, dann weg damit! Auch sind in diesen Geschäften viele Angestellte nur geringfügig beschäftigt und mit Ausbildungsmöglichkeiten sieht es auch nicht so toll aus.

2. Der Fachhandel
Geschäfte die Ketten vie Euronics oder Elektronic-Partner oder Mobilkom gehören, können mit jedem großen Geschäft preislich konkurrieren, da diese auch entsprechend einkaufen können.
Wenn ich in Sachen Kleidung auf Marken wie Schumacher stehe, dann werde ich das auch bezahlen. Interessanterweise haben gerade teure Marken in den letzten Jahren gute Zuwächse verzeichnet.

Meine Erfahrung hat gezeigt das die kleinen Fachgeschäfte, die sich Einkaufsgemeinschaften angeschlossen haben über gelerntes Fachpersonal verfügen, was ich durchaus genieße. Das ich diese Dienstleistung bezahlen muss ist mir aber auch klar!

3. Das Handwerk
Das Handwerk ist am flexibelsten was die Individualität betrifft. Ich bekomme eine individuell hergestellte Ofenbank, Haus, Lederhose, oder Frisur.

Das wichtigste beim Handwerk ist allerdings eine fundierte Fachliche Ausbildung!

Diese Ausbildung sorgt für gute Fachberatung und Ausführung der Tätigkeiten, ob das nun der -- hui hui --, die Autoreparatur oder die Ofenbank ist. Das Handwerk bietet auch am meisten Ausbildungsplätze. Leider wird durch Massenprodukte gerade das Handwerk des Schneiders, Sattlers, oder Schreiners immer weiter verdrängt und das bezahlen wir mit Bekleidungshäusern, die nicht mal die kleinste Änderung vornehmen können!

Fazit:
Der Kunde muss immer für alles Bezahlen, einmal früher einmal später.
Mit welcher Variante die höhere Zufriedenheit besteht ist jedem selbst überlassen. Ich fördere mit meinem Einkauf die kleinen Geschäfte, weil ich auch einen Ausbildungsplatz für meine Kinder und gute Fachberatung möchte.

Hans
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Joggi
Gast





BeitragVerfasst am: Mi, 04. Apr. 2007 15:54    Titel:

Also ich bin nunma nicht Doof,
um was es hier geht weis doch wohl jeder.
Dem Einzelhandel in Berchtesgaden geht der Oasch auf Grundeis.
Über jahrzehnte konnten sie sich auf ihren Lorbeeren ausruhen und als die Wende kam, die Amerikaner mit Pauken und Trompeten gegangen wurden war es plötzlich aus mit der goldenen Zeit.
Ausbildung im Einzelhandel, das ich nicht lache. Noch unflexiebler und unfreundlicher als im Einzelhandel gehts wohl nirgens zu. Wenn das so mancher Chef wüsste wie sein Personal mit Kunden umgeht würde sich einiges ändern.
Beispiel 1 von mir selbst erlebt:
Meine Camera war defekt, der Bildschirm ging nicht mehr. Ich brachte sie zum richten in einen einheimischen Laden und musste mich erst einmal von der Seite anmachen lassen weil sie nicht bei ihm gekauft wurde sondern in Dortmund. Ein Geschenk meiner Schwiegermutter. Egal, ich musste sage undd schreibe 11 Wochen auf meine Cam warten und musste mich damit zufrieden geben das mir der tolle einheimische Verkäufer mit den worten abspeiste das die Cam total ruiniert sei und nicht mehr zu richten sei. Die Cam bekam ich nicht mehr zurück und somit war ich eine Erfahrung reicher.
Beispiel 2 von mir selbst erlebt:
ich kaufte mir einen Fernsehr für 650 Euro, welcher nach 5 Monaten das Zeitliche segnete. ich nichts wie hin zum Händler und gab ihn zur reparatur. Nun bekam ich ein Ersatzgerät. Nach 3 Wochen bekam ich meinen Fernsehr zurück. Dieser hielt wieder 3 Monate und ich bekam wieder ein Ersatzgerät. Mittlerweile hab ich seit fast einem Jahr ein deutlich schlechteres ersatzgerät und der Händler rürte sich nicht mehr. nach anfrage wusste der Händler nichts mehr und ich war wieder eine Erfahrung reicher.
Beispiel 3 von mir selbst erlebt:
Ich wollte mir in einem Berchtesgadener Sportgeschäft eine komplette Tourenskiausrüstung mit allem drum und dran kaufen. Nach einer 6 Minütigen Beratung stand für den Verkäufer fest, den zock i ab. fazit ich ging nach Hallein und bekan nach einer einstündigen ausführlichen Beratung ein top Angebot zum 1/3 Preis und ich war wieder eine Erfahrung reicher.
Beispiel 4 von mir selbst erlebt:
Nachdem ich mir überlegte Mouten Bike zu fahren wollte ich mir erst einmal ein gebrauchtes gutes Radl kaufen. Nachdem ich auf keine rechte Begeisterung gestoßen bin sondern auf gelächter, zog ich zum nächsten Händler und der meinte "wenn was reinkommt ruf ich an". Ich warte immer noch. Nun kaufte ich mir in München ein gebrauchtes und zwei Jahre später ein Neues. Allerdings nicht in Berchtesgaden.
Beispiel 5 ginge über auf 6 und 7 und und und

Also meiner Meinung nach sind viele der Berchtesgadener Mittelstandsbetriebe vollkommen unfähig auf den Kunden einzugehen. Die brauchen sich echt nicht wundern wenn keiner bei ihnen einkauft und die soll ich noch unterstützen, nein danke.
Das Handwerk zum größten Teil ja, den Einzelhandel nur bedingt und vereinzelt, sonst NEIN
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wolfgang
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Anmeldungsdatum: 31.03.2007
Beiträge: 18
Wohnort: Schönau am Königssee

BeitragVerfasst am: Mi, 04. Apr. 2007 20:55    Titel:

Hallo Comunity Teilnehmer.

Es freut mich dass die Diskussion angelanfen ist.
Habt ihr auch das Regionalranking heruntergeladen?
Unter Kaufkraft des Landkreises stehen wir an 95. Stelle bayernweit, also am Vorletzen Platz. Ebenso beim Wohlstand.
Woher kommt das ???
Es geht nicht um regionale Bekleidung oder Essen, sondern um die Einstellung zur Region
Wenn ein Landwirt die gute Berchtesgadener Milch zum Millibankerl bringt und beim Rückweg beim Discounter die Butter für die Fremden (Gäste) beim Discounter einkauft, liegt etwas schief im Berchtesgadener Landl.
Wir müssen lernen Positiv unsere Region zu Verkaufen. Ob Einzelhändler, Gastwirt, Vermieter oder jede andere Person die vom Fremdenverkehr lebt (tun wir eh alle).
Also ich zahle lieber einige Euro mehr bei guter Fachberatung,
aber es muss passen. Beispiel... Früher gab es den Zadrasil (Gott hab ihn selig)in der Königseer Strasse
Der hat dich angeschaut, Geistig abgemessen und hat dir 3 Hosen zum anprobieren gegeben und... die erste hose hat gepasst. Die Einzellhändler müssen wieder an Erster Front beim Kunden sein.
Auch bei der freundlichkeit lässt sich gewiss vieles verbessern. Also es gibt viel zu tun.... packen wirs an.
Noch etwas zu den FOC´s zu sagen...
Wer bildet unsere Kinder aus? Das Handwerk, der Einzelhandel und noch die Gastronomie.
Aber ein FOC hat eine andere Strategie. Möglichst mit angelernten Kräften also mit geringsten finanziellen Risiko. Zum Beispiel ein Großmarkt im Landkreis stellt 3 Monatsweise Billigarbeitskräfte aus anderen Regionen ein, Tarifverträge interessieren nicht, weil es anderen aus anderen Regionen dreckiger geht. Dadurch profitiert der regionale Arbeitsmarkt nicht.
Wir brauchen Betriebe der gehobenen Klasse in schnellwachsenden Branchen.
Die anzusiedeln wäre eine Aufgabe die den Landkreis und den Wohlstand .

Ich freue mich auf weitere Beiträge

Wolfgang

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Wolfgang Stäblein
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Joggi
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BeitragVerfasst am: Do, 05. Apr. 2007 12:25    Titel:

Servus Wolfgang,
wenn es also nicht um Bekleidung und Essen geht dann ist anscheinend für dich auch ok das der McDonald in Königssee ist.
Das die Einstellung zur Region passt das könnte man doch an den neuen Geschäften im Landl sehen. Doch wenn man sich die Mietpreise der Region ansieht sind es doch genau diese Herren, die wir Mittelstand schimpfen, die den neuen jungen aufstrebenden Geschäftsleuten gar keine Chance geben wollen. Denn wenn da neben diesen Herren noch ein Geschäft aufmacht könnte das ja eine Konkurenz sein. Man hat doch bei den Nebenkosten gar keine Möglichkeit sein Geschäft aufzubauen wenn vorerst einmal die Kaufkräftige, regional denkende Kundschaft fehlt.
Wie schon erwähnt, denke ich das die Überschrift "regionale Produkte" fehl am Platz ist.
Der Grundgedanke ist toll und die Berchtesgadener sollten natürlich an ihre eigene Region denken, doch dann muss auch der sogenannte Mittelstand umdenken.
Gruß Joggi
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referee
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Anmeldungsdatum: 28.03.2007
Beiträge: 6
Wohnort: Berchtesgaden

BeitragVerfasst am: Do, 05. Apr. 2007 21:28    Titel: Produkte aus Berchtesgaden

Hallo Joggi,

Um die Bekleidung kann es nicht mehr gehen, da es in Berchtesgaden keinen Schneider oder Gwandmanufaktur mehr gibt. Die letzte größere Schneiderei (Krüger am Bahnhof) ist jetzt glaub ich in Polen. In diesem Bereich gibt es glaub ich nur noch Handelsware und die kommt sicher nicht mehr aus der Region des Berchtesgadener Landes.
Auch der McDonald ist ein Mitbewerber, den man mit entsprechenden Ideen durchaus Parole bieten kann. Der McDonald ist im Übrigen schon immer ein Konzern gewesen, der in Sachen Werbung und Marketing immer voraus war und der derzeit genau eben damit wirbt, dass er (zumindest in Österreich) alles in der Region kauft. Da lohnt sich ein Blick in die Österreichische Fernsehwerbung.
Der gute Zulauf bei den vielen Pizzaständen (z.B. Renault Benischke) beweißt, das Schnelle Gerichte nicht zwingend von McDonald kommen müssen.
Im übrigen gibt es viele regionale Produkte, die von Qualität und Geschmack das meiste aus den Supermärkten bei weitem Toppen!
- Honig von meinem Imker
- Fleisch vom örtlichen Metzger
- Obst vom Bauern
- Brot von den örtlichen Bäckern
- Spargel aus Deutschland
- Kartoffeln aus Deutschland (Auch das sollte man als Region beachten)


Welche neuen Geschäfte außer Pelz und mehr in der Maximilianstraße Berchtesgaden gibt es denn? Das man als Vermieter viel nehmen kann wenn die Zeiten es zulassen ist völlig legitim, das ein guter Laden auch wechseln kann auch! Es gibt aber auch Vermieter, die sich ein Abschreibungsobjekt gekauft haben und gar kein Interesse an einer Vermietung haben!

Welchen unterschied macht es für dich, ob ich dieses Thema unter den Deckmantel Regionale Produkte oder „Der Bezug zur Region“ stelle? Idea


Da Referee Idea

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wolfgang
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Anmeldungsdatum: 31.03.2007
Beiträge: 18
Wohnort: Schönau am Königssee

BeitragVerfasst am: Do, 05. Apr. 2007 22:29    Titel:

Hallo Joggi, hi Refefree.
zu Mc Donnalds
Leider muss ich eingestehen dass McD um einiges im Vorteil ist.
Das Rindfleisch kommt von bayrischen Betrieben und wird bei Südfleisch in Walkreiburg geschlachtet. Südfleisch kauft die sogenannten Bratkühe, die sonst nicht verwertet weden können auf. Die Vorderviertel werden nach Nürnberg zur Fleischverarbeitung für McD verfrachtet. Dadurch bekommen unsere Landwirte noch verhältnismäsig gutes Geld füt ihre ausgemergelten Kühe. Auch die anderen Produkte von McD werden in Deutschland hergestellt. Also wäre er ein Vorreiter der regionalen Produktvermarktung... wenn
bei der Geschäftsphilosophie die Umwelt nicht mit Füßen getreten würde.
Einwegverpackungen, Jeder Pfadfinder würde sehen dass ein McD in der nähe ist.
Konsumiern, Autofenster auf und weg mit dem Verpackungsmüll.
Des weiteren ist McD nicht gerade billig. Bis man Satt ist kann sich jeder zum gleichen Preis ein Menü in einem normalen Wirtshaus leisten.
Ich denke dass sich McD mit dem Standort Königssee verrechnet hat.
Nach der Eröffnung am Parkplatz Königssee wurden auf einmal die Preise in den Speisekarten der -- hui hui -- nach unten korrigiert... und die Qualität nach oben!! Also das ist ein Paradebeispiel dass sich auch Qualität lohnen kann. Also Wirte Qualität wird auch bezahlt. Auch wenn vieles noch sehr beklagenswert ist. Jetzt kann man vor jedem Wirtshaus die Ankündigung lesen.. Hier gibts frischen Spargel...
Bitte schreibt auch auf die Tafeln dass es sich um griechischen Spargel handelt, der zwischen 8 und 14 Tagen unterwegs ist.. also nicht vor Frische an den Anschnittkanten tropft. Der Gast würde auch 1€ mehr zahlen für frische deutsche Ware Smile aber nur für frische und regionale Ware.
Österreich und der Schwarzwald machen es uns vor. Also Mut zur Regionalität....

Viele Osterwünsche


Wolfgang
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Joggi
Gast





BeitragVerfasst am: Sa, 07. Apr. 2007 21:40    Titel:

zum referee,
das es mir um Beispiele geht hast du anscheinend noch nicht bemerkt.
Das mit den Geschäften im Markt un umgebung ist ein BEISPIEL, ok.
Wobei das mit der Abschreibung und kein interesse an Vermietung wieder der ober HOHN ist. Du wirst mir doch nicht erzählen das der Babel mit seinem kleinen Geschäft in der Immhofstrasse, das ihm schon seit Jahrzehnten gehört und der alte EDEKA nebenan (der Winkler hatte den doch), das diese Geschäfte Abschtreibungsgeschäfte sind. oder das Geschäft vom Ebert, dort wo der Schreibwarenladen drin war, neben dem Anzeiger. Das ist ebenfalls ein Privatbesitz seit Jahrzehnten. Da giebts noch viel mehr solche Geschäfte die Ewigkeiten leer stehen. Wenn dann Geschäfte da sind die wegen der "Abschreibung" nicht vermietet werden, dann aber hallo. Denen vergönn ich dann aber wirklich den Ruin!

Und zu den neuen Geschäften, da zähle ich die letzten 10 Jahre und nicht gestern! Da gehört der Danzberger mit seinen Möbeln, den Wiltsch mit dem Küchenstudio, der Maltan mit seiner Bodenlegerei, der Rieger mit seiner Schreinerei und Zimmerei, den Hallinger mit seinem Friseur, die Schaup mit ihrem Friseur, den Aigner mit seine Lederhosn, den Köppl Max mit seine Trachten den Franco mit seinen Pizzas, den Stefano ebenfalls Pizza, I&B Ilgner und Blatt mit ihren Elektrogeschäft, die glossner mit ihren ständigen veränderungen (Nachtwächter und Ritteressen), das i-cafe in der Königsseerstrasse, der second Hand Laden in der Immhofstrasse, der Richi mit seinem Second Hand Laden, der Streitfelder mit seiner Schnitzerei, die kleine Eisdiele in der Wittelsbacherstraße, der Hölzl Reimund mit seiner Metzgerei in der Schönau, die Schuster Anita mit ihrer Praxis in der Schönau und NICHT nur die Pelze.
DU solltest vieleicht einmal mit offenen Augen durch den Markt und die Gemeinden gehen und dort auch einkaufen, dann würdest du NICHT NUR EIN neues Geschäft finden! Soviel zum Regionalen Denken
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Anmeldungsdatum: 28.03.2007
Beiträge: 6
Wohnort: Berchtesgaden

BeitragVerfasst am: So, 08. Apr. 2007 14:58    Titel: Die Region

Hallo Joggi / Wolfgang,

so wie der Joggi das mit den Geschäften aufzählt ist das schon richtig und ich bin auch mindestens zweimal in der Woche im Markt beim Einkaufen!. Das du mit neuen Geschäften die meinst, die bereits auf Postwürfen Ihr fünfjähriges Bestehen feiern habe ich nicht gewusst. Bitte verzeih mir diesen Fehler. Es ist allerdings tatsächlich so, das der Bürgermeister Schaupp in einer Gemeindemitteilung dieses Problem der Leerstände aufgegriffen hat und anhand eines Beispiels erläutert hat, das der Eigentümer (der im Übrigen kein hisiger war) keinerlei Interesse an einer Vermietung hatte und auch nicht wollte, das einheimische Firmen Produkte in den leeren Räumen ausstellen!


Lieber Wolfgang,

ich finde euer Engagement echt toll und mich würde interessieren welche Konzept Ihr von der Solidargemeinschaft BGL für die Region vorschlagen würdet?

Beispiel:
Wie würdet Ihr anstelle des FOC in Piding versuchen, die Kaufkraft in der Region zu halten?

Welche Alternative zu einem Discounter oder ähnlichem würdet Ihr für den Triftplatz (Festplatz) empfehlen?


Beste Grüße
refeere

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Anmeldungsdatum: 31.03.2007
Beiträge: 18
Wohnort: Schönau am Königssee

BeitragVerfasst am: Mo, 09. Apr. 2007 14:22    Titel:

hallo refeere

Das wichtigste an der Regionalität ist das Bewusstsein für regionale Wirtschaftskreisläufe zu schaffen.
Zum Beispiel durch unsere jährliche Regionalsiegelverleihung.
In Diesem Jahr wurden 27 Betriebe mit 67 Produkten mit einem Regionalsiegel ausgezeichnet. (Auch Festei. de und Berchtesgadeninfo.de sind mit einem Regionalsiegel ausgezeichnet worden) Die Solidargemeinschaft hatte im ersten Jahr ihres bestehens die Kriterien für Lebensmittel, Handwerk und Dienstleistungen erstellt. Nachzulesen unter WWW.solidargemeinschaft-bgl.de Diese Kriterien lehnen sich an die Vorgaben des Agenda 21 Leitbildes der Landkreisagenda.( www.agenda21-bgl.de)
Kurz gesagt, alles was wir in Zukunft in unserer Region planen soll die 3 Eckpunkte
Ökologie , Ökonomie und Soziales positiv berühren. Das ist zum Beispiel beim FOC nicht so. Hier entsteht eine Schieflage die sich mittelfristig negativ auf unsere Region auswirkt. Klartext: Durch den Fabrikverkauf gehen wertvolle Arbeitsplätze verloren. Sie werden ersetzt durch Billigarbeitsplätze, meistens aue 400 € Basis. Die Unternehmen die einheimische Arbeitsplätze bereitstellen, werden durch den Wettbewerb an den Rand gedrängt. Aktuell ist diese Situation bei einem Großen Einkaufszentrum eingetreten. Hier werden wenige Fachkräfte beschäftigt. Der Großteil der Beschäftigten die nicht einmal aus unserer Region stammen wird mit 3 Monatsverträgen abgespeist. Nach 3 Monaten gehts wieder nach Hause und der nächste Schwung wird rangekarrt.
Dann kommt noch der Landschaftserbrauch hinzu.
Vorläufig sind 8000 m² Verkaufsfläche geplant, aber jeder kennt die Salamitaktik.
Auch unsere Salzburger Nachbarn schlafen nicht. Das ehemalige Airportcenter wird abgerissen und hier entsteht ein FOC mit 16000 m² Verkaufsfläche. (Es lebe die Eurtegio Sad )
Ich meine die Chancen für ein Pidinger FOC stehen damit sehr schlecht. Wenn das Center steht, kann es ja dann in was anderes umfunktioniert werden,wieder mit Investoren die Kaufkraft abschöpfen.
Einige Interessante Zahlen:
Wenn regional eingekauft wird, bleiben pro Euro 81 Cent in der Region
und wenn in einem überregionalen Markt eingekauft wird, bleiben nur 19 Cent in der Region.

Die Solidargemeinschaft macht sich deshalb für die Regionale Produktvermarktung stark.

Ein Beispiel ist das Berchtesgadener Bauernfrühstück mit Produkten aus der Region. Wenn nur 5 % der Vermieter dieses Frühstück anbietet, bleibt ein Batzen Geld in der Region.
Der nächtste Positive Punkt wäre der Transport: kurze Wege ist Umwelt und Klimaschutz. Die Bestandteile von Früchtemüsli haben 18000 Kilometer auf dem Buckel bis es bei uns am Frühstückstisch steht.
Butter aus Irland, Honig aus Canada, Schinken aus Frankreich, Käse aus Holland
Orangensaft aus Südostasien, Brotgetreide aus den USA, alles wäre auch mit wenig Aufwand aus der Region zu beziehen.
Und es wird irgendwann auch geschehen, weil der Transport von A nach B unbezahlbar wird. Dewshalb sollten wir jetzt schon anfangen unsere Strukturen zu erhalten und auszubauen. Zum Beispiel der Schlachthof in Berchtesgaden, der ist nach EU Recht nicht mehr lange haltbar. Es braucht die Unterstützung von uns Verbrauchern, Gastwirten und Vermietern um unsere Region so schön zu erhalten wie sie ist.
Denn wenn kein Schlachthof mehr in der Region ist, sind wir auf Gedeih und Verderb auf Waren von aussen angewiesen. Zuerst sterben die Bauern, dann muss die Kurtaxe um 1-2 Euro erhöht werden um die Landschaftspflege zu bezahlen, die Unsere Landwirte nebenher machen. Wir haben es in der Hand,
das zu verhindern mit Mut zur Regionalität.


Viele Grüße

Wolfgang

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Wolfgang Stäblein
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