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Mystisches Berchtesgadener Land   
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Adler
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Anmeldungsdatum: 06.09.2007
Beiträge: 13
Wohnort: Bad Reichenhall

BeitragVerfasst am: Do, 13. Sep. 2007 09:37    Titel:

Rober hat Folgendes geschrieben:
Wenn dieser Adler Berchtesgaden und sein landl kennen würde würde er nicht auf diesen Verein, der 2002 gegründet wurde, verweisen. Dieser Verein der ganz offensichtlich Brauchtum imitiert und nachmacht hat es geschickt verstanden in seinen Ausführungen den Ursprung zu verwässern und nahm die Jahreszahlen der Berchtesgadener für seine Zwecke her. Tja, da kann mann ähnlichkeiten feststellen.
Servus


Hallo Robert,

Schön dass du mich mal wieder auf so eine wichtige und interessante Seite (www.brauchtumsseiten.de) zum Thema Brauchtum hinweist!

Was ist überhaupt Brauchtum?

"Brauchtum nennt ma de Gesamtheit vo Breich, de in am bschtimmtn Kulturkreis ausgübt wern. Brauchtum is woi in jeder Kultur recht wichtig. Aa im boarischsprochign Raum is des a zentrals Thema, wenn's drum geht, wia ma uns selba seng und wia ma vo da Welt gseng werdn.

So mancha Brauch kennt koa Staatsgrenzn, sondan wead mea oda weniga identisch sowoi in Baian ois aa in Estareich oda Sidtiroul gfeiat. Bsundas in de Oipn ham se soiche ibaregionaln Breich dahoitn."

Quelle: http://bar.wikipedia.org/wiki/Brauchtum

"Bräuche dienen der Sinn-, Identitäts- und Integrationsstiftung. Sie vereinen und wirken gemeinschaftsbildend. "
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Brauch

Was ist also dagegen zu sagen, wenn ein Verein Brauchtum einer anderer Region nachmacht? Brauchtum ist - Gott sei dank - lebendig und dynamisch. Was zählt ist doch, ob es von der jeweiligen Bevölkerung angenommen wird.

Adler
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Martina
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Anmeldungsdatum: 13.09.2007
Beiträge: 1
Wohnort: Bad Reichenhall

BeitragVerfasst am: Do, 13. Sep. 2007 11:05    Titel:

Ich bin so erschüttert über diesen Umgangston hier, dass ich überlegt habe, ob es diesen Energieaufwand überhaupt „wert“ ist, hier etwas hinzuzufügen.

Da ich mich jedoch auch persönlich sehr betroffen fühle, habe ich mich nun dazu entschlossen:

1. Es ist schlichtweg eine Farce in einer Ankündigung über eine Vortragsreihe mit einer Diskussion über die Geographie des Berchtesgadener Land anzuschließen. Welches Minderwertigkeitsgefühl und welche Angst muss da vorausgehen, um eine Tatsache, die nun mittlerweile 30 Jahre (!) zurückliegt, hier zu präsentieren, als wärs gerade gestern gewesen? Ich bin schockiert über dermaßen wenig Selbst-Bewusstsein.

2. Mit welcher Aggressivität hier Menschen beleidigt, diffamiert und mit leeren Anschuldigungen angegangen werden, schlägt dem Faß den Boden aus. Unglaublich!
Diese Methoden und die Vehemenz, geballt mit einer ordentlichen Portion Unzufriedenheit und Aggressivität, mit der hier um sich geschlagen wird, erinnern an die Zeiten der Inquisition. „Menschen, die nicht so glauben wollen wie wir, bezeichnen wir mal einfach als Scharlatane etc, stellen sie an den Pranger und dann hoffen wir, dass sie den Mund halten und sich zurückziehen.
Das hier kommt schlichtweg einer Verleumdung gleich – und das ist nicht rechtens.

3. Brauchtum und Bräuche haben das Berchtesgadener Land viele. Ja, das stimmt. Aber auch wir in Österreich, in Oberösterreich, in Salzburg und in ganz Bayern und und und. Überall werden Sie Bräuche und Brauchtum finden. Was ist denn um Himmels willen so entsetzlich daran, dass Bräuche von anderen Regionen übernommen, geliebt und gepflegt werden? Und was hat das überhaupt mit dem Ausgangsthread zu tun??????????? Wird hier vom eigentlichen Thema abgelenkt um einfach mal kräftig um sich schlagen zu können? Mit nix?

4. Diese Aufzählung von Kraftorten als wirr zu bezeichnen, zeigt ganz deutlich, dass sie sich nichtmal die 5 Min. Mühe gemacht haben, um zu bemerken, dass die Orte chronologisch geordnet sind. Des weiteren würde auch ein "Durcheinander", welches sie bei uns nicht finden werden, nicht an der Tatsache rütteln, dass es unzählige Orte und Plätze mit einer Vergangenheit als Kultort, Opferplatz, etc. in unseren Landen gibt.
Und Quellen gibt es unzählige, ja das stimmt auch. Wir finden das wunderbar und haben es uns nicht zur Aufgabe gemacht sie zu katastern. Nein, nur jene, die uns besonders am Herzen liegen, zu benennen. Nicht mehr.

5. Auch würde ich die Herren (so es 2 sind) auffordern, sich im gleichen Ausmaß der Öffentlichkeit zu stellen, als es Rainer Limpöck hier tut. Sich hinter einem Gastnick zu verstecken und „heimlich“ mit den Füßen zu treten ist ja wohl das Letzte.

Auch ich stehe jederzeit einer sachlichen Auseinandersetzung oder wenn möglich sogar einem Austausch zur Verfügung, - nur denke ich, sollte das in einem eigenen Thread geschehen und in einem Ton, wie man sich auch persönlich gegenübertreten würde.

LG Martina
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Stephan
Administrator
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Anmeldungsdatum: 31.01.2005
Beiträge: 673
Wohnort: Schönau am Königssee

BeitragVerfasst am: Do, 13. Sep. 2007 12:37    Titel:

Hallo Adler / Robert / Martina,


@ Adler,
Die Geschichte mit dem Brauchtum sehe ich auch so! Das Brauchtum in den Alpen ist glaub ich deshalb auch recht ähnlich, weil die Heidnischen Bräuche, die viele ja noch von den Kelten her stammen in das katholische Kirchenjahr übernommen worden sind.

Auch glaube ich das die Annahme, ein Brauch dürfe nur von bestimmen Personen durchgeführt werden und immer einen starren Ablauf haben nicht richtig sein kann. Die Zeiten sind immer einem Wandel unterlegen und diesem Wandel sollte der Brauch folgen ohne seinen Sinn zu verlieren. Dann werden die Leute auch hinter den Bräuchen stehen und die Bräuche pflegen oder?

@Robert
Geschichtliche Darbietungen gleich welcher Art sind immer persönliche Eindrücke des Schreibers und somit finde ich es sehr schwierig Bräuche und die Art wie diese vor 100ten von Jahren gepflegt worden sind zu beurteilen. Auch wird heute keiner oder nur wenige diese Bräuche so pflegen wollen oder?

Wie oft betest du mit deiner Familie heute z.B. den Rosenkranz?
Wie oft gehst du mit Weihrauch und Weihwasser zur Segnung ums Haus?

Ich glaube das zwanghaftes Festhalten in keinem Lebensbereich dienlich ist, denn die Leute aus dem Berchtesgadener Landl leben heute auch nicht mehr bitterarm auf den Bergen, sondern verdienen zum Teil Ihr Geld in Rosenheim, Traunstein, Rosenheim oder München.
Somit ist es nur verständlich, das Bräuche wie der Trachtenjahrtag, der Heimatabend, Jubiläumsfeste auch von Leuten mitgestaltet werden, die andere Eindrücke aus anderen Regionen einbringen und somit auch unser Brauchtum weiterentwickeln.
Beispiel Lederhose: Wie sieht eigentlich wirklich die original Berchtesgadener Lederhose aus? -> Viele hatten nämlich gar keine oder?
Ich habe hierzu einen neuen Threat eröffnet und würde mich über deine Meinung sehr freuen. Zum Threat geht's unter: http://www.communi.eu/ftopic329.html


@ Martina
Es liegt wie immer in der Sichtweise des Betrachters ob er es Schlimm findet, das es einen Unterschied zwischen dem Berchtesgadener Land und dem Landkreis Berchtesgadener Land gibt.
Fakt ist, das auch nach 30 Jahren die Berchtesgadener die Berchtesgadener, die Bad Reichenhaller die Bad Reichenhaller und die Freilassinger die Freilassinger sein werden. Ich finde es auch gar nicht so schlecht, dass es Leute gibt, die Ihre Identität bewahren wollen.
Das wie immer auch der Ton die Musik macht ist unbestritten und da bitte ich den Robert auch um Rücksichtnahme und um entsprechendes Taktgefühl!

Bezüglich dem Begriff „Scharlatan“ muss ich auch sagen, das der Adler für meine Begriffe niemanden heilen möchte sonder nur „Kraftorte“ aufzählt und das ist aus meiner Sicht überhaupt kein Problem!
Aber dazu habe ich meine persönliche Meinung ja schon geschrieben.

Die Geschichte mit den Bräuchen sollten wir tatsächlich in einem eigenen Threat diskutieren, denn das Mischen von Bräuchen hat tatsächlich mit dem Identitätsverlust einer Region zu tun und da bin ich ja ein totaler Gegner.

Aber hierzu schreibe ich dir mehr unter:
http://www.communi.eu/ftopic329.html

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Robert
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Anmeldungsdatum: 12.09.2007
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: Fr, 14. Sep. 2007 13:48    Titel:

Und nun noch einmal Angemeldet.
Griass eng.
Mich interessiert die ganze Sach jetzt schon etwas, hab natürlich auch ein paar Fragen und werde natürlich auch dich zitieren.

Adler hat Folgendes geschrieben:
Robert hat Folgendes geschrieben:
Alpenschamanismus - eine Modeerscheinung des 21 Jahrhunderts.

Bei uns im Bayerischen und vor allem im Berchtesgadener Land hat es nie Schamanen gegeben! Wenn dann gab es Druden.


du meinst sicher "Druiden" ?! Das Druidentum wird auch als keltischer Schamanismus bezeichnet.
Schamanismus gibt es in den Alpen bereits seit der Steinzeit.
Ich empfehle dazu insbesondere die Bücher vom Volkskunder Hans Haid
(z.B. Kult und Mythos in den Alpen)
oder die Erkenntnisse der Archäologie zum italienischen Alpental Val Camonica.


Da du ja anscheinend dem Bayrischen mächtig bist, weist du doch auch sicherlich das in unserer Mundart der Druide der "Drud" ist (kann man auch in sehr vielen überlieferten Berchtensprüchen nachlesen. Der Ausdruck Schamanismus oder Schamane war nie ein Mundartlicher Bayerischer oder Österreichischer Ausdruck.
Etwas dazu aus Wikipedia das du ja selbst sehr gerne gebrauchst.

Der Begriff des Schamanismus

Etymologie
Der Begriff "Schamanismus" ist vom deutschen Lehnwort "Schamane" abgeleitet; letzteres etabliert sich gegen Ende des 17. Jahrhunderts in Deutschland. Es kommt vom evenkischen (d.h. tungusischen) šaman, dessen weitere Etymologie umstritten ist. Das Wort könnte eine Ableitung von der tungusischen Wurzel ša- (denken, wissen) sein. Eine weitere Interpretation des Wortes greift auf die mandschu-tungusische Bedeutung "mit Hitze und Feuer arbeiten" zurück.
Möglicherweise handelt es sich aber auch um ein Lehnwort: Vertreter der Theorie, der Schamanismus sei von Indien oder Tibet nach Zentralasien und Sibirien gekommen, leiten den tungusischen Ausdruck vom indischen (Pali) samana (Sanskrit cramana: Bettelmönch, Asket) her.
Bereits im sibirischen Raum gibt es keinen einheitlichen Begriff für die Figur des Schamanen. Anstelle des tungusischen šaman begegnen bei den turk- und mongolischsprachigen Ethnien die Ausdrücke kam (kami, gam, cham) für den Schamanen bzw. udagan für die Schamanin. Im Zuge der Islamisierung ersetzte bei vielen Turkvölkern bakshi (aus sanskr. bikshu) als generischer Begriff für vorislamische religiöse Spezialisten den einheimischen Ausdruck kam.
Zahlreiche weitere Bezeichnungen für Person des Schamanen waren regional stark begrenzt.

Da braucht man nix hinzuzufügen

Adler hat Folgendes geschrieben:
Almbachklamm
Heilquelle bei der Irlmaier-Madonna Idea <<

Robert hat Folgendes geschrieben:
Wie der Ortskundige weis, Die Almbachklamm ist nicht irgendwo in Oberbayern sondern im Berchtesgadener Land.

na und - gehört das Berchtesgadener Land nicht zu Oberbayern?


Du selbst hast in deiner Alphabetischen Reihenfolge Bad reichen Hall mit Unterpunkten versetzt und alle Berchtesgadener Kraftorte nicht unter Berchtesgadener Land sondern separat. Und dies bringt den nichtortskundigen unweigerlich zur Annahme das Das Berchtesgadener Land der ganze Landkreis ist.

Adler hat Folgendes geschrieben:
Robert hat Folgendes geschrieben:
Irlmeier war ein Seher und spürte gar jede Wasserader auf, jedoch ist diese Madonna keinesfalls die Irlmeier Madonna. Quatsch

Über die Geschichte der "Irlmaier-Madonna" kann man bereits im Berchtesgadener Heimatkalender 2007 nachlesen!
Warum die "Irlmaier-Madonna" im Volksmund tatsächlich so genannt wird, ist mir bekannt, werde ich aber aus Integritätsgründen nicht näher ausführen.


Ist auch besser so, den es ist nicht erwiesen das es DIE Irlmaier Madonna ist.

Adler hat Folgendes geschrieben:
Robert hat Folgendes geschrieben:
Wenn das die einzigen Kraftquellen sein sollen die es im Berchtesgadener Land geben soll dann bezeichne ich diesen Adler als Schwätzer und Scharlatan und einen Hohn wenn dieser über das Berchtesgadener Land berichtet!

wer behauptet denn, das dies die einzigen sind?
Da ich über diese Orte laufend recherchiere, wird dieses Verzeichnis auch weiter wachsen und erhabt nie den Anspruch auf Vollständigkeit.
[/quote]

Da Du deinen Vortrag über das Mystische Berchtesgadener Land hältst und die geografische Grenze mittlerweile mehrmals aufgezeigt und beschrieben wurde MUSS man davon ausgehen das duüber die Kraftquellen und die Mystik in diesem Land auch bescheid weist und nicht mehr Recherchieren musst!!!!

Adler hat Folgendes geschrieben:
Im übrigen mit solch beleidigenden Worten um sich zu schlagen, beschreibt schon sehr deine Persönlichkeit.
Sehr typisch dafür auch, dass Kritiker sich gern in der Anonymität des "Gast-Beitrags" verstecken.


Ich bin wenigstens ein Berchtesgadener mit Identität der weis wo seine Wurzeln sind, sich nicht hinter einer Ausbildung zum Schamanen verstecken muss. Ach ja, ich entschuldige mich hier öffentlich für den Scharlatan und Schwätzer! Du bist ein Schamane, oder?


Adler hat Folgendes geschrieben:
Robert hat Folgendes geschrieben:

Oberjettenberg / Schwarzbachloch Idea
Kultquelleups! aber das schwarzbachloch gehört ebenfalls zum Berchtesgadener Land<<

und das Berchtesgadener Land gehört nicht zu Oberbayern?
Ups, das hatten wir ja schon....


Genau das hatten wir schon, um das geht es hier nicht.

Adler hat Folgendes geschrieben:
Robert hat Folgendes geschrieben:

und da hammas wieder Steinerne Agnes und das Teufelsloch gehören jetzt plötzlich zu Piding

unter Piding werden genau 2 Orte genannt
und sicherlich nicht die Steinerne Agnes.

Im übrigen ist das Kraftortverzeichnis in Oberbayern, wie in allen anderen Regionen alphabetisch sortiert - das dürfte dir noch nicht aufgefallen sein!


Wie schon gehabt du hast das Berchtesgadener Land mit einigen Kraftorten (Almbachklamm, Steinerne Agnes u.s.w.) zerrissen um anscheinend den Namen Berchtesgadener Land für den gesamten Landkreis und deine Zwecke zu verwenden. Dann Kläre auf wenn es nicht so ist.

Adler hat Folgendes geschrieben:
Robert hat Folgendes geschrieben:
Sorry, aber unglaubwürdiger selbsternannter Schamane

Kritiker müssen auch einstecken können!

Adler


Denke ich auch ,
servus
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MartinH.
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Anmeldungsdatum: 12.03.2007
Beiträge: 58
Wohnort: D´Scheenau im Berchtsgodner Landl

BeitragVerfasst am: Fr, 14. Sep. 2007 17:52    Titel:

So servus beiananda,
bissl heillos zum mitverfolgen.
Mein Vorschlag wäre an den Robert das Du dich uns anschließt.
Der Stephan und Ich, wir werden uns einen Vortrag vom Adler einmal anhören um unsere eigene Meinung dazu bilden und mitreden zu können.
Kurze Pn an uns und wir machen was aus. Bis dahin aber - Haltung bewahren, nicht beleidigend werden, sachlich bleiben, ok.

Martin H.

---------------------------------------------------------
Was Du bewahrst, ist älter als Du bist.
In jenen ungenauen Tagen, ist es nur der Brauch der nicht vergisst
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Adler
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Anmeldungsdatum: 06.09.2007
Beiträge: 13
Wohnort: Bad Reichenhall

BeitragVerfasst am: Mo, 17. Sep. 2007 10:12    Titel:

Hallo Robert,

wer hat denn behauptet, dass Schamanismus ein Ausdruck unserer Mundart ist?
Der Wortstamm und der Begriff kommt tatsächlich aus einer ganz anderen Region - nur wird der Begriff in der Ethnologie für das weltweite Phänomen gebraucht.
Ich habe durch Quellen belegt, dass Schamanismus ein Ausdruck unserer Kultur ist und hinreichend bewiesen ist.
Tut mir leid, wenn dir das nicht paßt. Das Zeitalter der Inquisition ist jedenfalls vorbei!

Für mich ist diese Diskussion mehr als mühsam.
Woher weiss ich, dass du plötzlich einen bayerischen Ausdruck verwendest?
Der "Drud" ist nämlich ganz was anderes:
http://www.sphinx-suche.de/elementa/drud.htm

Zu dem Verzeichnis der Kraftorte und Kultplätze möchte ich noch erläutern, dass wir in ständiger Rechereche sind und diese auf unserer Website www.kraftort.org laufend erweitern.
Die genannten Orte auf www.alpenschamanismus.de sind daher inzwischen nur ein kleiner Ausschnitt.

Zur Irlmaier-Madonna:
Es ist erwiesen, nur meine Quellen werde ich hier nicht bekannt geben.

Die Kraftorte und Kultplätze unserer Region finden sich erst langsam wieder, da ja bekannt ist, dass vieles während der Christianisierung einfach zerstört oder dämonisiert worden ist. Vom Teufelsloch wusste man bis vor wenigen Jahren eben nicht mal, dass der Mythos eines Sonnendurchgangs wahr ist. Inzwischen ist es u.a. von mir bewiesen und dokumentiert.
Eine fruchtbare Diskussion wäre hier zum Beispiel, wenn sich eben gerade andere Einheimische über alte und unbekannte Orte äußern würden.
Die Geomantie kennt keine Landesgrenzen, wenn es um die Erklärung von energetischen Wirkungsweisen geht. Das Teufelsloch liegt z.B. auf einer Erdenergielinie und steht mit anderen Kultplätzen in Verbindung.

Den Vorschlag des Adinistrators und Moderators zunächst mal einen Vortrag zum Thema anzuhören und nicht schon vorher um sich zu schlagen, kann ich nur begrüssen. In meiner Vortragsreihe lasse ich zudem auch andere interessante Menschen aus unserer Region (nein, ich meine nicht nur das Berchtesgadener Land!) zu Wort kommen.
Und wer sich wirklich intensiver damit auseinandersetzen möchte, kann das entweder beim Alpenschamanismus und Geomantie-Kongress nächsten Monat in Bad Reichenhall oder bei der Universität Salzburg beim Kongress "Psychologie und Spiritualität" vom 27. bis 30. Sept. 2007.

Adler
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Stephan
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Anmeldungsdatum: 31.01.2005
Beiträge: 673
Wohnort: Schönau am Königssee

BeitragVerfasst am: Mo, 17. Sep. 2007 12:37    Titel: Mystisches Berchtesgaden

Hallo Adler,

Zitat: Vom Teufelsloch wusste man bis vor wenigen Jahren eben nicht mal, dass der Mythos eines Sonnendurchgangs wahr ist. Inzwischen ist es u.a. von mir bewiesen und dokumentiert.

Wie konntest du denn diesen Mythos beweisen?


lg

Stephan

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Adler
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Anmeldungsdatum: 06.09.2007
Beiträge: 13
Wohnort: Bad Reichenhall

BeitragVerfasst am: Mo, 17. Sep. 2007 13:05    Titel: Re: Mystisches Berchtesgaden

Stephan hat Folgendes geschrieben:

Wie konntest du denn diesen Mythos beweisen?


in dem ich Sonnenstand und das Teufelsloch über längeren Zeitraum beobachtete, mich mit Anwohnern von Bayerisch Gmain unterhielt und mich dann an den möglichen Sonnenkultplatz, der als Grabhügel bekannt ist, begab.
Das Alles war sehr aufwendig, da ich irgendwie den ersten Sonnendurchgangstag verpaßte, aber berechnen konnte, dass sich das Phänomen ein paar Wochen später wiederholen wird. Bei diesen Recherchen fand ich jemanden, der zur gleichen Zeit ebenfalls das Phänomen ergründen wollte und sogar im Teufelsloch selber schon war.

Ergebnis:
wir konnten den Sonnendurchgang schliesslich tatsächlich von jenem "Sonnenkultplatz" beobachten, fotografieren und dokumentieren und schliesslich die genauen Sonnendurchgangstage definieren.
Inzwischen kenne ich einen 2. Ort, wo das Phänomen exakt zur Wintersonnenwende zu beobachten ist.

Im schweizerischen Bergort Elm wurde bestimmte der Sonnendurchgang durch das dortige "Martinsloch" sogar den Kalender der Bevölkerung und war insbesondere für die Landwirtschaft sehr wichtig. Inzwischen ist der Sonnendurchgang dort entsprechend auch touristisch "vermarktet" worden und eine besondere Attraktion für diese Region.
Die Sonnenlöcher, die ich auch "Sonnenaugen" nenne, sind so was wie ein Lieblingsthema von mir.
Da gibt es noch viel Forschungsbedarf. Es scheint noch viele unbekannte Sonnenaugen im Alpenraum zu geben. Erst kürzlich entdeckte ich in unserem Raum ein weiteres. Dank dem Hinweis eines Einheimischen scheint tatsächlich ein mal im Jahr die Sonne durch. Aber erst wenn ich es selber gesehen habe, werde ich darüber schreiben.

Archäologisch und kulturhistorisch gesehen sind diese Sonnenorte besonders interessant, weil meist Sonnenkultbauten an jenen Orten entstanden. In Elm steht z.B. die dortige Kirche genau im Sonneneinstrahlpunkt.
Im Salzburger Land z.B. die Kirche von St. Lorenz im Sonneneinstrahlpunkt vom dortigen Drachenloch. Und mythologisch wirds erst recht spannend, weil eben immer der "Teufel" mit ihm Spiel war, wenns um ein aussergewöhnliches Naturphänomen oder um unerklärliche Vorgänge und Kräfte ging.

LG

Adler
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Stephan
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Anmeldungsdatum: 31.01.2005
Beiträge: 673
Wohnort: Schönau am Königssee

BeitragVerfasst am: Di, 18. Sep. 2007 12:40    Titel:

Servus Adler,

das aus heidnischen Orten plötzlich Christiliche wurden wundert mich nicht. Das ist die gleiche Entwicklung wie bei den Bräuchen. Viele der heute Christlichen Bräuche entwickelten sich aus ursprünglich heidnischen Bräuchen. Aber denkst du nicht auch, dass rein zufällig irgendwo einmal im Jahr auch die Sonne hinscheinen darf und das das dann nicht gleich ein „Kraftort“ sein muss?
Ich denke das es sich bei solchen Orten einfach nur um ganz natürliche Erscheinungen handelt und man nicht immer das Geheimnisvolle in ganz natürlichen Erscheinungen suchen sollte. Solche schönen Plätze kann man doch auch ganz einfach genießen oder?

Stephan

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Adler
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Anmeldungsdatum: 06.09.2007
Beiträge: 13
Wohnort: Bad Reichenhall

BeitragVerfasst am: Di, 18. Sep. 2007 17:01    Titel:

Stephan hat Folgendes geschrieben:
Aber denkst du nicht auch, dass rein zufällig irgendwo einmal im Jahr auch die Sonne hinscheinen darf und das das dann nicht gleich ein „Kraftort“ sein muss?
Ich denke das es sich bei solchen Orten einfach nur um ganz natürliche Erscheinungen handelt und man nicht immer das Geheimnisvolle in ganz natürlichen Erscheinungen suchen sollte. Solche schönen Plätze kann man doch auch ganz einfach genießen oder?


Servus Stephan,

natürlich kannst du solche Orte einfach nur geniessen
- warum auch nicht?

Naturerscheinungen wurden in vorgeschichtlicher Zeit nun mal mystifiziert.
Diese alten Mythen wiederzuentdecken und zu entschlüsseln ist spannend und trägt dazu bei, ein Stück Kulturgeschichte unserer Heimat zu erhalten - oder überhaupt wiederzuentdecken!

Adler
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Heinrich
Gast





BeitragVerfasst am: Di, 18. Sep. 2007 17:48    Titel:

Hallo Adler,

mir stellt sich bei der ganzen Diskussion eine generelle Frage. Wieso muss man heutzutage etwas ganz natürliches mystifizieren?

Früher hatten die Bewohner der Berge große Angst wen die Wolken aufgestiegen sind und der Steinschlag die Felsenherabdonnerte und die Tiere erschlagen hat. Da sind die Bewohner zitternt in Ihren Hütten gesessen. Aus diesem Grund sind ja auch die ganzen Mythen entstanden oder nicht?

Diese Angst wurde ja auch von den Kirchen entsprechend genutz oder?
Haben diese Dinge denn in der heutigen Zeit noch Platz?

Heinrich
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Anmeldungsdatum: 06.09.2007
Beiträge: 13
Wohnort: Bad Reichenhall

BeitragVerfasst am: Do, 20. Sep. 2007 09:28    Titel:

Heinrich hat Folgendes geschrieben:
Wieso muss man heutzutage etwas ganz natürliches mystifizieren?
Früher hatten die Bewohner der Berge große Angst wen die Wolken aufgestiegen sind und der Steinschlag die Felsenherabdonnerte und die Tiere erschlagen hat. Da sind die Bewohner zitternt in Ihren Hütten gesessen. Aus diesem Grund sind ja auch die ganzen Mythen entstanden oder nicht?
Diese Angst wurde ja auch von den Kirchen entsprechend genutz oder?
Haben diese Dinge denn in der heutigen Zeit noch Platz?


Hallo Heinrich,

Mythen haben in unserer Gesellschaft eine große Bedeutung. In der Soziologie ist bekannt, dass eine Gesellschaft mit vielen Mythen eine gesunde Gesellschaft ist.

„Eine besonders schöne Wissenschaftsanekdote hat Werner Heisenberg überliefert. Darin berichtet Niels Bohr von einem Nachbarn, der über der Eingangstür seines Hauses ein Hufeisen befestigt hatte. Gefragt, ob er denn abergläubisch sei und wirklich glaube, dass das Hufeisen ihm Glück bringe, habe der Nachbar geantwortet: Natürlich nicht. Aber ein Hufeisen bringe eben Glück auch dann, wenn man nicht daran glaube.“
Auszug aus NZZ online vom 2.09.06 (Die Wiederverzauberung der Welt)

Unser Alpenraum ist eben noch sehr reich an Mythen, Sagen, Legenden. Mythen verzaubern den Menschen und das gerade in einer Zeit, in der immer weniger Menschen in die Kirche gehen, aber trotzdem ihren Glauben an etwas Höherem beibehalten haben.
Es sind für mich wahre Schätze unserer Kultur, in denen man eben auch erkennen kann, dass unsere Vorfahren ein anderes Naturverständnis und auch eine andere Achtung vor der Natur hatten.
Es geht nicht darum durch Mythen Ängste zu schüren oder „Naturgewalten“ zu bannen, sondern um einen neuen Umgang mit der Natur.
Diese Dinge haben – meines Erachtens – wieder Platz in der heutigen Zeit.
Mythen sollten also gepflegt werden. Mir geht es nicht darum, neue Mythen entstehen zu lassen, wohl aber alte zu erhalten oder wiederzufinden – aus Respekt und Achtung vor unserer Heimat.

Adler
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Heinrich
Gast





BeitragVerfasst am: Do, 20. Sep. 2007 12:38    Titel:

Hallo Adler


... wirklich glaube, dass das Hufeisen ihm Glück bringe, habe der Nachbar geantwortet: Natürlich nicht. Aber ein Hufeisen bringe eben Glück auch dann, wenn man nicht daran glaube.“

Also zu dieser Äußerung habe ich nur ein großes Fragezeichen. Entweder glaube ich an was oder nicht!

Wenn die Kirche im 21. Jahrhundert zulassen würde, dass Pfarrer heiraten dürfen und somit einen besseren Bezug zu den Kindern und den Familien herstellen könnten, dann wäre auch der Bezug zur Kirche besser. Ich glaube nicht, das eine Flucht in die Esotherik, Ehe auf Zeit (wie von der Landrätin Pauli vorgeschlagen), Gang zu einer Sekte oder Anbetung eines Steines einem Menschen wirklich weiterbringen kann.

Wir in Berchtesgaden haben z.B. einen super Pfarrer, der zugleich auch ein super Seelsorger ist. Es wäre Sache der Kirche hier für eine massive Steigerung des Niveaus in Sachen Seelsorge zu erreichen. Das wäre allerdings für deine Theorien bzw. Geschäft mit den Vorträgen eher schlecht.

Heinrich
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Adler
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Anmeldungsdatum: 06.09.2007
Beiträge: 13
Wohnort: Bad Reichenhall

BeitragVerfasst am: Fr, 21. Sep. 2007 08:13    Titel:

Heinrich hat Folgendes geschrieben:
Es wäre Sache der Kirche hier für eine massive Steigerung des Niveaus in Sachen Seelsorge zu erreichen. Das wäre allerdings für deine Theorien bzw. Geschäft mit den Vorträgen eher schlecht.


da geb ich dir recht, glaube aber nichts dergleichen befürchten zu müssen
Wink
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Peter
Gast





BeitragVerfasst am: Fr, 21. Sep. 2007 13:33    Titel:

Peter,

jaja, ich verfolge diese Sache ja schon länger und glaube dass wir jetzt auf den Grund der Geschichte gestoßen sind! Auch ich werde mich dem Stephan und dem Martin anschließen und einen deiner Vorträge über Berchtesgaden, das Berchtesgadener Land und die Kraftplätze bzw. die mystischen oder auch Esoterischen Plätze besuchen um wirklich mitreden zu können. Auch ich glaube, das das eigentlich der „Markt“ der katholischen Kirche wäre und von dir halt nun mal als finanzielle Kraftquelle genutzt wird. Ich bin auf jeden Fall auf deinen Vortrag gespannt.
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