| Autor |
Nachricht |
Pünktlich Gast
|
Verfasst am: Sa, 01. Nov. 2008 21:55 Titel:
|
|
|
Pünktlich zum Beginn der 5. Jahreszeit in Berchtesgaden setzen immer solche Diskussionen ein!
@Simmerl
Deine aggresive Haltung bringt nun mal gar nix außer dass die Streitigkeiten noch verschlimmert werden. Es wird immer gute und schlechte Schnitzer geben, aber 90% der Entscheidung ob etwas schön ist oder nicht ist nun mal Geschmacksache und über Geschmack sollte hier nicht diskutiert werden.
@all
Eine andere Frage ist ob das ganze zum Brauchtum passt.
Hier mache ich den Schnitzern, ganz gleich welche Masken Sie schnitzen am wenigsten einen Vorwurf! Die Schnitzer von Masken möchten mit dem Schnitzen ein Geschäft machen und wenn Kunden kommen die die Masken kaufen, dann sollen die Schnitzer die Masken schnitzen oder?
Bezüglich der Masken sollten die alten, der Nikolaus, die Binder und so viele Andere den Jungen den Weg weisen, denn die jungen tun das wie ich damals nur aus Gaudi und denken da eher weniger an den Erhalt von Brauchtum. Wenn die alten neue Dinge zulassen, dann wird kein Mensch der Welt den Verfall des Brauchtums aufhalten können.
Auch sollten Verlage die Sinnhaftigkeit von Produkten prüfen und nicht jeden Schund drucken. Ich habe mir das oben erwähnte Büchlein mittlerweile angesehen und finde das gar nicht gut. Aber auch hier sind die alten schuld!
Die Eltern rennen doch schon zu den Stadeln und haben am Abend doch gar keine Zeit mehr um den Nikolaus zu empfangen, so hört man zumindest da und dort.
So kommt es, dass die Kinder mit fünf Jahren an nichts mehr glauben, weil die Kinder schon mit 3 Jahren in der Babyaufklärung alles erklärt bekommen und Ihnen so die Illusion vom Nikolaus, dem Christkind und so manch anderem schönen Glauben genommen wird!
Und das vom letztem Absatz ist das eigentlich wirklich Traurige!
Oiso locker bleiben, darüber nachdenken und viel Spaß beim Ausüben der hier üblichen Bräuche oder? |
|
| Nach oben |
|
 |
Simmerl Gast
|
Verfasst am: Mo, 03. Nov. 2008 19:38 Titel:
|
|
|
@Pünktlich
also, aggresiv ist das ganze doch überhaupt nicht. Da solltest am Stammtisch mal das gered anhören, wie da gschimpft wird
Der Bodenlegende Maskenschnitzer schnitzt ja eigentlich auch ganz tolle Masken, doch um das ging es auch ganz und gar nicht. Ich habe mit keiner Silbe dessen Schnitzerei verunglimpft. Da solltest du etwas mehr mitlesen und vor allem etwas genauer mitlesen, gelle. Denn wer in Hallein beim Strasenperchtenmaskeradelauf als Berchtesgadener Buttnbubenbass laufen will um dort seine Masken anzupreisen, der darf sich halt auch nicht wundern wenn er a bisserl veroa´scht wird, und nochmals, gelle
gell, bis einer weint  |
|
| Nach oben |
|
 |
MartinH. PostRank 4

Anmeldungsdatum: 12.03.2007 Beiträge: 59 Wohnort: D´Scheenau im Berchtsgodner Landl
|
Verfasst am: Di, 04. Nov. 2008 10:11 Titel:
|
|
|
Servus Forumleser,
ich wurde gestern angerufen und darauf aufmerksam gemacht das im Forum wieder gestachelt wird und warum ich als Buttnmandlfanat und Moderator dieses Forums nichts dazu beitrage (ich lese das die ganze Zeit schon mit ).
Wer meine Beiträge kennt, was vor allem diese Beitragsreihe anbelangt, der weiß das ich in Sachen Buttnmandl nur in einem internen Forum weiter machen werde.
Meiner Meinung nach sind bestimmte Dinge nur Intern zu regeln und erst dann, wenn sie geregelt sind nach aussen zu tragen. Intern kann jeder seinen SINNVOLLEN Beitrag dazusteuern und das sinnlose Geschwafel wird nicht an die Öffentlichkeit getragen und missverstanden weil wiedereinmal nur die Hälfte gelesen wird oder wurde.
Leider ist es nunmal so das von vielen Nutzern nur die letzten 2 bis 3 Beiträge zurück verfolgt werden und daraus die Schlüsse gezogen werden und vom Thema abgeweichen bzw. das Thema verfehlt wird.
@Simmerl, Pünktlich und all
Dieses Thema lesen nicht nur Freunde des Buttnmandllaufens sondern auch notorische Gegner. Mit peinlichen Beiträgen und Gegenargumenten, Mit Loav´n beschimpfungen und wer ist besser und traditioneller Reden gibt man den Gegnern doch nur Kanonenfutter.
Also wenn man in ein Forum schreiben will, dann in einem Internen Forum. Denn wer sich wirklich und ehrlich FÜR das Brauchtum einsetzen will, der wird sich auch Mannsgenug ehrlich reristrieren.
Und Leute die dieses leiten und führen werden sich auch finden.
Servus
MartinH.
Zuletzt bearbeitet von MartinH. am Di, 04. Nov. 2008 13:56, insgesamt einmal bearbeitet |
|
| Nach oben |
|
 |
Stephan Administrator


Anmeldungsdatum: 31.01.2005 Beiträge: 833 Wohnort: Schönau am Königssee
|
Verfasst am: Di, 04. Nov. 2008 12:36 Titel:
|
|
|
Servus Martin,
auch aus einem internen Forum kommen Dinge an das Tageslicht und werden verbreitet ohne dass das der Sache dient!
Auch glaube ich dass der Gast "Pünktlich" mit seiner Meinung recht hat in dem er schreibt, dass ja jede Bass einen Nikolaus, einen Moasta und auch ältere Mitglieder hat die den Brauch in eine Richtige Richtung lenken können. Diese Moasta und Nikoläuse sollten halt einen Stammtisch machen und dort alles nötige besprechen. Das, so glaube ich halt, würde so manche Diskussion rund um dem Brauch des Buttnmandllaufens gleich im Keim ersticken.
lg
Stephan _________________ Berchtesgadeninfo.de: Urlaub in Berchtesgaden, Ramsau und Königssee http://www.berchtesgadeninfo.de
NEU: 3-Tage und 5-Tages-Programm Adventure Sports und Outdoor Fun in Berchtesgaden http://www.berchtesgadeninfo.de/Aktivurlaub.393.0.html |
|
| Nach oben |
|
 |
Jocki Gast
|
Verfasst am: Di, 04. Nov. 2008 13:34 Titel:
|
|
|
Zitat von Stephan: "Diese Moasta und Nikoläuse sollten halt einen Stammtisch machen und dort alles nötige besprechen. Das, so glaube ich halt, würde so manche Diskussion rund um dem Brauch des Buttnmandllaufens gleich im Keim ersticken."
Das hat man doch deutlichst gesehen das es nicht funktioniert. wollten die nicht eine Vereinigung oder sowos machen und keiner ging hin??? Es traut sich doch keiner dem anderen in die Augen schaun und um ihm die meinung zu sagen. Duad ma leid stefan und Martin, aber i glaub nicht das da irgendwos funktionieren könnt. Weder in einem Forum noch auf einem Stammtisch |
|
| Nach oben |
|
 |
thomas Gast
|
Verfasst am: Di, 11. Nov. 2008 19:01 Titel:
|
|
|
servus!meints ihr nicht das es schön langsam albern wird mit der diskusion ums buttnmandl laufen! es sind ZWEI tage im jahr und jedes mal wieder wird ein tamtam gemacht.es ist ein brauchtum den junge burschen machen und da ist es doch normal das die jungen potenzprotzler sich gegenseitig aufbauschen! solang der grundgedanke vom buttnmandllaufen gewart wird,finds ich nich schlimm.es wird da auch kein forum,runder tisch oder sonst was daran ändern.denn jede bass denkt das sie es richtig machen und werdens auch nicht für ein paar siemgscheide ändern die meinen sie hätten es erfunden!!!!!! freun wir uns lieber auf die zwei tage und hoffen das nix passiert! AUF GEHTS  |
|
| Nach oben |
|
 |
Servus Thomas Gast
|
Verfasst am: Mi, 12. Nov. 2008 12:59 Titel:
|
|
|
Servus Thomas,
wenn alles passten tät, dann würde doch auch nicht darüber gesprochen oder?
Das Haupttamtam ist eben, dass offensichtlich viele nicht mehr so ganz genau wissen wie sie es machen sollen und vielleicht das deshalb auch diese komische Person in Zusammenarbeit mit den Buttnmandln vom r-Hof das kasperle Buch wie aus dem A das B wird gemacht!
Die Jungen sollen ja auch Ihren Spaß haben und sich über solche Dinge keine Gedanken machen müssen, aber wenn ein bis zum Erscheinen dieses Buches von mir sehr geschätzter Nikolaus bei einem solchen Schundwerk mitbastelt dann habe ich da schon Diskussionsbedarf!
Und die Geschichte mit den Monsterloavn ist ja wohl auch noch nicht ausgestanden oder?
Also für mich war dass eine sehr wichtige Frage, als die Buben zum Stellenfragen gekommen sind, ob ich die Bass überhaupt zum Haus herlaufen lassen kann oder ob ich mich dann in einem Horrorfilm befinde!
Dass Bitteschön sollte sich jeder Nikolaus einmal zu Herzen nehmen und seine Bass und den Moaster dazu auch hintrimmen. Auch finde ich die Leute unmöglich, die verfolgen nun ja schon in den Randgemeinden die Buttnmandln auf's Schlimmste.
Das gabs zu meiner Zeit nicht! Als ich gelaufen bin haben wir die Leute weggeprügelt, aber dass darf man heute ja nicht mehr. Da muss der Krampuss, der ja zum Tadeln immer dabei war die Kinder streicheln und in unserem Nachbarland Salzburg knieen die sich sogar hin und so!
Das ist doch alles nur noch Lächerlich und der Brauch befindet sich doch jetzt schon auf dem Besten Wege zum Rummelplatz zu werden und du findest dass eh alles so halbwegsvielleichtungefähr passt?
Tschuldige, aber da kann ich dir leider nicht zustimmen! |
|
| Nach oben |
|
 |
ehemaliger buttnmandl Gast
|
Verfasst am: Mi, 12. Nov. 2008 20:27 Titel: Servus Thomas
|
|
|
Servus thomas! Ich geb dir da voll recht was die bücher angeht.
Ich finde das hätts von an fang an nicht gebraucht und von dem was da jetzt für eins rausgekommen ist möcht ich gar nich reden.Da versteh ich weder den Moasta noch die Bass nicht das sie an so einen Sch... mitgemacht haben! Mir kommt es aber auch irgendwie so vor als hätt die gesamte Bass nicht so viel über das Buch gewusst.Denn wenn man mit ein paar leuten von denen redet,dann haben das die wenigsten gewusst was da überhaupt gedruckt wird!! |
|
| Nach oben |
|
 |
Christian PostRank 4

Anmeldungsdatum: 22.03.2007 Beiträge: 87 Wohnort: Berchtesgaden
|
Verfasst am: Do, 13. Nov. 2008 10:52 Titel: Bräuche in Berchtesgaden
|
|
|
Servus auch Beieinander,
also das erste Buch vom Martin finde ich super und das andere habe ich mir in der Bücherstube angesehen und weis gar nicht was man zu so einem Kasperlbuch sagen soll.
Fakt ist, dass ich den vorher geschrieben Beitrag voll zustimme der sagt, dass die alten in den Bassen besser auf die Richtige Entwicklung des Brauchs nicht nur schauen sollen sondern sogar müssen.
Soweit ich weis, sind die Moaster und Nikoläuse in Berchtesgaden eh schon mal zusammen gekommen und haben so einiges durchgeredet. Das sollte halt auch mindestens 2x im Jahr sein oder? _________________ Das Trinken ist ein schönes Spiel, macht keinen Lärm und Staubt ned viel. |
|
| Nach oben |
|
 |
Stefan Gast
|
Verfasst am: Di, 30. Dez. 2008 20:38 Titel: Ein "draustiger" Kommentar
|
|
|
Servus,
ich bin zwar ein "Draustiger", bin aber trotzdem rein zufällig hier gelandet. Nicht, dass mich Eure Diskussion hier annähernd interessieren würde, ich lehne mich auch nicht aus dem Fenster, hier sinnvoll 'was beitragen zu können. Mein Ansinnen, hier meinen Senf zu posten, ist vielmehr der Eröffnungsthread, in dem von "Vermischung der Kulturen" und von urbayerischem Brauchtümern die Rede ist. So sehr ich Bayern wegen seiner Berge, seiner Schmankerln und seiner Landschaften und ebenso Euch Bayern gerade wegen der "Volktümeleien" und Eurer ehrlichen und aufrichtigen Art mag, so sehr nervt mich Euer "Mir san mir" und Eure doch recht eingeschränkte Sichtweise dem geistigen und weltlichen gegenüber. Ihr redet hier von Berchtesgadener Kultur, von originären Brauchtümern und Eurer ganz speziellen Tradition. Was glaubt Ihr, wie die wohl entstanden ist? Die war halt plötzlich da, halt hand-made in BGL? Mitnichten. Alle Kulturen, Traditionen und die sich daraus abgeleiteten Bräuche sind über hunderte von Jahren, wenn nicht Jahrtausenden, entstanden. In dieser Zeit haben unzählige "fremde Kulturen" Ihre Spuren hinterlassen. Angefangen von den alten Römern über alle Herrschaftshäuser, Fürstentümer, Grafen und sonstige Raubritter, die als "Zugroaste" sich bei Euch rumgetrieben haben. Im Alpenraum sind selbst orientalische Einflüsse erkennbar und werden dem interessierten Touri als "uriges Brauchtum" verkauft...
Das Brauchtum, über das Ihr hier philosophiert geht wohl deutlich auf heidnische Bräuche zurück, aus einer Zeit also, lange bevor ein Slowenischer Emigrant Euer Wahrzeichen erstbestiegen hat.
Kultur ist nichts starres, unveränderliches, sondern stetem Wandel unterlegen. So wie sich auch die Eure in zweitausend Jahren entwickelt hat, wird sie sich auch in den nächsten Zweitausend Jahren weiterentwickeln.
Und wenn gerade wir Mittel-Europäer nicht irgendwann angefangen hätten, Einflüsse aus fremden Kulturen zuzulassen, würden wir heute noch als wilde Germanen durch den Teutoburger Wald kriechen...
Veränderung von Kultur ist ein Gewinn, kein Verlust! Um das zu verstehen, muss man allerdings aus seiner kleinen, heilen Welt auch mal über den Tellerrand hinaus schauen.
Nichts desto Trotz, ich werde auch in Zukunft an Eurer Fronleichnamsprozession eine Mordsgaudi haben, weiterhin Euren Dialekt lieben (deswegen verbietet's Euren Kindern um Himmels Willen NICHT, diesen zu lernen...) und Euch besuchen, um auch ein bischen meiner rheinisch-westfälischen Kultur zu hinterlassen... ;o)
Macht's gut in 2009, Euch allen Glück und Gesundheit.
Ein Servus aus Wuppertal
Stefan |
|
| Nach oben |
|
 |
Johannes Gast
|
Verfasst am: Do, 01. Jan. 2009 21:23 Titel:
|
|
|
Hallo Stefan,
mit deinem Beitrag hast du sowohl Recht als auch Unrecht
Recht hast du damit, dass sehr wohl Einflüsse aus anderen Kulturkreisen zu jeder Zeit den gelebten Jahreskreis und somit auch "Sitt und Brauch" geprägt und beeinflusst haben.
Sehr unrecht hast du mit der folgenden Äußerung: "werden dem interessierten Touri als "uriges Brauchtum" verkauft... "
Ich als Berchtesgadener kann auf Zuschauer bei der Fronleichnamsprozession dem Prangertag sehr gut verzichten und wenn du da eine mords Gaudi hast, dann bist du ungläubig, hast keinerlei Kenntnis der Katholischen Liturgie.
Bräuche haben sich im Alpenland im speziellen und in Berchtesgaden im besonderen erhalten, weil das Berchtesgadener Land sehr abgeschieden liegt.
Die letztendliche Konsequenz deiner Äußerungen drängt mir den Eindruck auf, dass das leider immer mehr zerfallende Brauchtum von uns in Bayern als Vermarktung für die Fremden gemacht worden ist. Das ist falsch!
Wahr ist, dass wir heute von den Fremden leben und auch dadurch die Identiät, so wie im Übrigen in allen Urlaubsregionen, verloren geht. Auch dass darfst du nicht falsch verstehen, aber so wie sich die Identiät jeder Bevölkerung eines Urlaubsgebietes verändert, so verändert sich auch unsere Identiät in eine verwässerte und austauschbare Identität.
Meinem Kind wurde z.B. in der Schule die bayerische Sprache verboten!
Wie das heute ist weis ich nicht, aber pfiade oder habedieehre sagt doch heute keiner mehr. ich höre immer nur noch tschüss und das ist nur ein Beispiel.
Die Berchtesgadener Sprache können heute nur noch 70-jährige, selbst ich mit meinen mitte 40 kann heute kein Berchtesgadnerisch mehr.
Genau so ist es mit den Weihnachtsschützen oder den Kramperln
Natürlich stammen die Einflüsse aus vielen Kanälen und wurden von den damaligen Herrschern, den Fürstpröpsten in den Christlichen Jahreskreis mit eingebunden und gelebt. Aufgrund der Tatsache, dass es damals kein Fernsehen und kein Internet gab, konnte sich aber etwas ganz eigenständiges und besonderes entwickeln.
Genau das sind unsere Bräuche, die heute leider vermarktet werden, die wir aber nicht als Vermarktungszwecke erfunden haben. Genau das hast du bis jetzt offensichtlich nicht verstanden.
Die Weiterentwicklung der Sitten und Gebräuche geht leider Gottes in Richtung Abflachung, Niedergang bis hin zum totalen Verlust. Heute wird in den großen Ballungszentren auch schon lange nicht mehr die Kultur verändert, sondern Parallelkulturen gelebt. Um das zu erleben empfehle ich dir einen längeren Aufenthalt in den größeren Städten wie Köln oder Berlin. Auch hier tust du denjenigen unrecht, die die noch bestehenden Bräuche pflegen möchten. Sollte ich hier einen rechten Schmarrn geschrieben haben, dann lasse ich mich auch gerne eines besseren belehren! Ich freue mich schon auf deine Antwort.
Es schreibt dir ein Berchtesgadener, der als Geschäftsreisender schon viel gesehen hat und immer mehr zur Erkenntnis gelangt, dass das althergebrachte der x-Generationen nicht ohne Grund so ist wie es ist. |
|
| Nach oben |
|
 |
Stefan Gast
|
Verfasst am: Fr, 02. Jan. 2009 13:00 Titel:
|
|
|
Hallo Johannes,
es lag mir fern, irgendjemandem auf die Füße zu treten. Insbesondere mache ich mich nicht ÜBER religiöse Feste lustig, sondern es macht mir Spaß MIT den Menschen, die sie begehen den Tag zu feiern. Und erzähl mir bitte nicht, dass Ihr am Fronleichnam (nach den offiziellen Akten) keusch betend in der Ecke sitzt... ;o)
Das Zitat, was Du von mir angebracht hast, war nicht auf das Berchtesgadener Land und ALLE Bräuche bezogen, sondern steht im Zusammenhang mit dem Satz, der davor steht, der wiederum sich auch auf Stephan's Ursprungsthread bezog, in dem er deutsche und/oder bayerische Bräuche amerikanisiert und japanisiert in anderen Ländern wiederfand. DAS hat rein touristische Hintergründe.
Dass Ihr Euer Brauchtum nicht pflegt, um für die Touris 'was zum Staunen zu haben, ist mir klar! Der Kölner feiert seinen Karneval auch nicht für die Besucher.
Was versteht man eigentlich unter Kultur? Ist das nur sowas wie Bildung, Theater, Sitten, Gebräuche und Tradition oder gehört da nicht alles zu, was unser tägliches Leben halt ausmacht. Vor hundert Jahren konnte sich auch kein Mensch vorstellen, dass man für ein amerikanische oder gar japanisches Unternehmen arbeiten kann, dass man zu Hauf Unterhaltungselektronik und Kommunikationsmedien vorrangig aus Asien tagtäglich in die Hand nimmt.
Ob es einem gefällt oder nicht, auch Moscheen, türkische Märkte, der Italiener um die Ecke gehören zur Kultur. Der Italiener ist ok, weil's bei ihm schmeckt, die Moschee ist aber irgendwie fremd und komisch, während das tolle Handy aus Finnland zusammen mit der Hifi-Anlage aus Japan wiederum bestens passen!
In Euren Restaurants gibt es übrigens auch Alt-Bier...!
Aber Finger weg von unserer Tradition, unseren Sitten und Bräuchen. Verstehst Du. was ich meine?
Das eine ist halt unsere Kultur, das andere eine Parallelkultur...???
Mit den Beispielen der Probleme mit "Multikulti" in den Großstädten gebe ich Dir völlig recht! Ein Prozess, den man im Prozess wohl leider erdulden muss.
Auch mit Sprache (Dialekt) und der Brauchtumspflege bin ich doch bei Dir! das eine schließt das andere aber nicht aus. Ich finde das auch schön, dass sich bestimmte Dinge über Generationen halten, dass man immer noch mit schaurig-schönen Masken den Winter vertreibt zum Beispiel. Ich finde es auch schade, dass mit meiner Oma in meiner Familie der Dialekt meiner Heimat gestorben ist, wobei ich mich allerdings auch frage, ob die Schule der richtige Platz ist, um Dialekt zu pflegen und zu vererben, das steht Dir als Vater doch frei, Deinem Filius die bayerische Mundart zu bewahren. Meiner hat's leider nicht getan.
Das Leben ist insgesamt schnelllebiger geworden. Man kommt mehr rum, das Internet ist omnipräsent, auf allen Gebieten wird globalisiert. Das nimmt deutlichen Einfluss auf eigenständige Entwicklungen in begrenztem Raum. Und Berchtesgaden ist plötzlich nicht mehr abgeschieden und "weltfremd"...!
Man kann das vortrefflich "doof" finden, dass es so ist. Die Tür zuzuknallen und zu sagen "Mir san mir und alles bleibt beim Alten" ist aber nicht die Lösung.
Also, 'schuldigung, wenn ich jemandem ans Bein gepinkelt haben sollte. Das war nicht mein Ziel!
Lieben Gruß
Stefan
PS: Freu mich auf weitere Diskussion, bin aber jetzt erstmal im Urlaub...in den Alpen... ;o) ...! Also nicht wundern. |
|
| Nach oben |
|
 |
siebenundsiebzig PostRank 1

Anmeldungsdatum: 26.07.2008 Beiträge: 1 Wohnort: Berchtesgaden/Obb.
|
Verfasst am: Fr, 02. Jan. 2009 19:11 Titel:
|
|
|
| Anonymous hat Folgendes geschrieben: |
| Ich kann mich einem Internen Forum fürs Brauchtum nur anschließen. |
Ein internes Brauchtumsforum, in dem auch die Sprache (Mundart), Kleidung (Tracht),Bräuche in den Familien, Betrachtung des Kirchenjahres (nachdem sich ja die meisten Bräuche richten) und indem man sich darüber unterhalten könnte, daß wäre bestimmt sehr interessant. Aber wie soll ein solches Forum aussehen und wie lässt sich so eine Idee, die wirklich nur zu begrüssen wäre durchführen? Sollte so was zustande kommen, bin ich 100%ig dabei.
Wünsche allen ein gutes und glückliches "2009" Servus beinan`d Josef |
|
| Nach oben |
|
 |
Stefan Gast
|
Verfasst am: Fr, 02. Jan. 2009 19:20 Titel:
|
|
|
Kurz vorm Urlaub ist mir doch noch 'was eingefallen:
Multikulti - die nette Umschreibung des Zusammenprallens mehrerer Kulturen - ist übrigens kein Phänomen der Neuzeit. Frag mal die Wiener, als plötzlich die Türken durch Wien zogen. Mit Sicherheit ein Kulturschock für beide Seiten. Und? Heute prahlen alle Wiener mit der typisch wienerischen Kaffeehaustradition!
Oder die ersten Siedler des Kessels zwischen Göll und Watzmann, als braun-gewandete Knilche mit Holzkreuz um die Ecke kamen und wie wild das Christianisieren angefangen haben (wie das größtenteils abgelaufen ist, ist ja bekannt).
Heute geht halt nur alles schneller. Das, was gemeinhin als Verflachung, Zerstörung oder Vermischung bezeichnet wird, ist ein Jahrtausende alter Prozess. Nix neues, nix besonderes und vorallem nix endgültiges.
So, nun aber wirklich "Gut gehen"! Grüßt mir das Echostüberl!
LG
Stefan |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
|