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Meister Keks Gast
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Verfasst am: Mi, 23. Apr. 2008 08:38 Titel: Pressedienst, Auskunftspflicht gegenüber der Presse
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Servus Gecko,
das du ein spezieller Freund des "Typen" bist, tut hier nichts zur Sache. Ich verstehe und akzeptiere die Meinung und vor allem die rechtliche Grundlage von Herrn Brandner. Wer sich mit der Berichterstattung in den Medien beruflich bzw. kontrovers auseinander setzt, wird feststellen, dass die gesetzlichen Grundlagen (Pressegesetzte der Länder) eindeutig regeln, was zulässig ist und was nicht. Das sich leider nicht alle journalistisch tätigen Personen an diese Regeln bzw. an den selbstauferlegten Pressekodex halten, sehen wir ja täglich in der leider viel zu viel gekauften Bild-Zeitung. Im Übrigen müsste der Presseverantwortliche Deiner Organisation (und das bist Du ja meines Wissens nicht) darüber sehr genau Bescheid wissen. Abgesehen davon wird in dieser Branche genau das geliefert, was der Leser sehen möchte. Leider ist da die allgemeine Hemmschwelle sehr niedrig. Meiner Meinung nach, hat Herr Brandner kurz und prägnant die für seine Organisation vorgefundene Situation geschildert ohne spektakulär zu wirken. Und da hat er nur die Pflicht gegenüber der Presse erfüllt (siehe auch Pressegesetz des Freistaates Bayern). Dass Organisationen von deinem kritisierten Pressedienst Fotomaterial verwenden sehe ich somit auch nicht verwerflich. Die ehrenamtlich Tätigen der Feuerwehren können sich leider nicht eine eigene Presseabteilung, wie z.B. der Kreisverband des BRK, leisten. Wobei die Pressearbeit des BRK durch Herrn Leitner sehr vorbildlich ist. Also diskutieren wir weiter sachlich zum Thema und lassen wenn möglich Emotionen und etwaige Konkurrenzgedanken aus dem Spiel. Auch wenn es in diesem Fall etwas schwierig sein dürfte.
Mit freundlichen Grüßen Meister Keks |
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Gecko Gast
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Verfasst am: Mi, 23. Apr. 2008 10:01 Titel:
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Sers Meister Keks,
die rechtliche Grundlage etc. passt ja eh alles, aber das Ihr (denn ich glaub ja fast dass du der Wartende der FFW-Hompage in BGD bist) mit dem der eben diese unpassenden Bilder für diese von dir angesprochene Zeitung liefert zusammen arbeitet, stimmt mich eher traurig.
Ich denke nicht das Ihr das nötig habt und ich denke dass diese Bilder nicht sein müssen!
Ich bin kein Freund von dem Mann, weil er solche Bilder macht. Das hat auch nichts mit dem Mann persönlich zu tun, sondern mit der Art und Motivation wie er sein Geschäft betreibt!
Das finde ich absolut gar nicht gut!
lg Gecko  |
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Meister Keks Gast
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Verfasst am: Mi, 23. Apr. 2008 11:13 Titel:
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Hallo Gecko,
du kannst ganz beruhigt sein. Ich bin nicht der Webmaster der Feuerwehr. Ich bin auch kein Mitglied einer Feuerwehr (leider schon zu alt), deshalb vielleicht auch neutral.
Ich kenn nur viele Ehrenamtliche aus der Region und weiß, dass diese hervorragende Arbeit leisten. Vor allem die Wehr in Berchtesgaden arbeitet in jeder Beziehung sehr professionell. Dies wird auch in den Presseberichten dieser Wehr widergespiegel. In dieser berichten habe ich noch nie "reisserisches" Bildmaterial entdeckt. Deine Meinung wird von mir selbstverständlich akzeptiert, ist aber für mich als Aussenstehender nicht ganz nachvollziehbar.
Mit freundlichen Grüßen
der Meister Keks |
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Gecko Gast
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Verfasst am: Mi, 23. Apr. 2008 11:34 Titel:
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Hey Meister Keks,
dann sind wir uns ja eh einig, denn es wird ja viel über die Geschichte vom Samstag geschrieben und geredet etc. und die Einsatzkräfte waren ja eh alle voll super! Es ist mir auch in keinem Wort um die Einsatzkräfte gegangen!
Meine Meinung und offenbar auch die Meinung von Anton Brandner ist, dass dieser Fotograf vor Ort sehr reisserische Bilder gemacht hat und diese dann auch in der Foto-Zeitung waren. Ich persönlich finde es den Opfern gegenüber nicht gebührlich wenn solche Bilder gemacht und gezeigt werden.
Leider habe ich in der sehr sauber geführten Website der FFW-Berchtesgaden auch Quellennachweise von diesem (in meinen Augen sehr unanständigen) Anbieter gefunden. Das und nur das finde ich schade und vielleicht kann die FFW-Berchtesgaden hier auf neutralere Bilder von sich selbst oder auf Bilder vom BRK zurückgreifen.
Das wäre aus meiner Sicht ein Signal, dass diese reisserische Darstellung den Opfern gegenüber auch von den Einsatzkräften nicht als super empfunden wird.
Also nochmals zusammengefasst:
Dieser selbsternannte Berichterstatter macht reisserische Bilder die ich für sehr ungebührlich halte. Diese ungebührlichen Bilder habe ich nicht auf der von mir sehr geschätzen FFW-Website von Berchtesgaden entdeckt!
Auch habe ich eine sehr hohe Meinung von jedem, der als Einsatzkraft vor Ort ist, aber nicht von Menschen, die mit der reisserischen Darstellung von Not und dem Leid anderer sein Geld macht.
Das und nur das kritisiere ich! |
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Gerhard PostRank 2

Anmeldungsdatum: 27.01.2008 Beiträge: 17 Wohnort: Berchtesgaden
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Verfasst am: Mi, 23. Apr. 2008 12:50 Titel: Bilder von Unfällen
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Servus beieinanader,
also ich glaub auch, dass wir an dieser Stelle mal allen Einsatzkräften für Ihren Dienst am nächsten danken sollen! Dass die Einsatzkräfte infomieren müssen ist ebenfalls klar. Dennoch bin ich auch der Meinung, dass bei der Veröffentlichung von Bildern mehr Rücksicht auf die betroffenen Personen gerichtet werden muss und dass hier ein eindeutiger Handlungsbedarf besteht!
Bilder von Unglücken, Unfällen etc. sollten doch auch eigentlich als Abschreckung und Mahnung gelten. Dies funktioniert aber doch nur, wenn es eben keinen Anbieter gibt, der solche Bilder in Massen zur Schau stellt. Dass dies nun mal so ist wissen wir und somit kann man nur auf die Vernunft von diesem Fotografen hoffen! Ich als Opfer würde nach der Genesung auf alle Fälle alle Rechtsmittel gegen diesen Fotografen ausschöpfen, wenn mein regungsloser Körper 20cm groß in der Bildzeitung landet.
Offensichtlich geht das dann halt nur so!
liebe Grüße |
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warum Gast
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Verfasst am: Mi, 23. Apr. 2008 13:09 Titel:
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Hallo zusammen
Sind wir uns doch alle einmal ehrlich. Es ist ja alles recht und gut was hier geschrieben wird. Jeder hat eine eigene Meinung über diese Bilder.
Es gibt aber nur eins das jetzt wichtig ist:
die schwerstverletzten müssen wieder auf die Beine kommen. Hier zählt nur das Leben.
Und wenn es 1000 Bilder wären, ich möchte den beiden nur wieder in die Augen schauen können. |
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Anton Brandner PostRank 1

Anmeldungsdatum: 22.04.2008 Beiträge: 4
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Verfasst am: Mi, 23. Apr. 2008 13:35 Titel:
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Servus Gecko,
(warum bin ich eigentlich der einzige, der hier mit echtem Namen schreibt?)
[quote="Gecko"]
Sorry, aber das kauf ich dir nicht ab!
quote]
Das verstehe ich jetzt ehrlich gesagt nicht.
Nochmal: Bei allen grösseren Einsätzen sind die Medien vor Ort. Das will unsere Gesellschaft so (sonst liessen sich solche News nicht so gut verkaufen), und das will vor allem auch der Gesetzgeber so.
Wir können das also nicht ändern, und ich habe weiter oben begründet, warum hier eine Boykotthaltung der Feuerwehr die Situation nur noch verschlimmern würde --> deshalb arbeiten wir mit der Presse zusammen, um die Berichterstattung wenigstens in eine sachliche Richtung zu lenken. Ich habe auch deutlich gemacht, warum die Feuerwehr dabei einzelne Pressevertreter nicht bevorzugen oder benachteiligen darf --> wir arbeiten mit allen gleichberechtigt zusammen.
Fotos von verstümmelten Körperteilen und schmerzverzerrten Gesichtern finden wir abstoßend. Deshalb drucken wir solche Bilder auch nicht ab, und darauf bezieht sich mein Zitat - und das "kannst Du mir schon abkaufen".
Vielleicht auch noch eine Hintergrundinfo zum Unglück in der Au: Aktivnews hat fotografiert, gefilmt und Vertreter der Hilfsorganisationen interviewt. Dieses "Material" wurde dann an Sender wie RTL und n-tv verkauft. Diese Sender waren stark an zusätzlichem Bildmaterial interessiert, vor allem Interviews mit Betroffenen, Angehörigen und Augenzeugen. Aktivnews hat diese Art von Filmaufnahmen abgelehnt. Daraufhin haben am nächsten Tag diverse TV-Sender ihre Teams nach Berchtesgaden geschickt und in der Folge einige Mitbürger massiv belästigt. Ich habe z.B. einen Anruf einer Einsatzkraft bekommen, der darum bat, die Presse an mich verweisen zu dürfen, weil er keine andere Möglichkeit mehr sah, den ständigen Anrufen + Interviewanfragen zu entkommen.
Ich hoffe, ich habe nochmal klarmachen können, wie komplex das Thema "Medien" ist und welche Strategie ich als Feuerwehrchef hier verfolge.
Es wird auch in diesem Post wieder möglich sein, einzelne Passagen so zu zitieren, dass sich ein scheinbarer Widerspruch ergibt - ob das dem Thema förderlich ist, möchte ich bezweifeln. Nachdem Du selbst bei der Feuerwehr bist, biete ich Dir aber gerne an, dass wir uns das Thema mal einen Abend lang "um die Ohren schlagen".
Viele Grüße
Anton |
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Gast Gast
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Verfasst am: Mi, 23. Apr. 2008 20:30 Titel:
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Hallo,
man muß sich von besagter Website (will ich hier nicht erwähnen) nur die Videos anschauen und die unprofessionellen Kommentare anhören von den Redakteuren wie (geh nicht so nah ran, das mögen sie nicht, oder jetzt hast du ein gutes Bild Schieß Schieß, es ist natürlich die Kamera gemeint. Beim letzten Video bekommmt der Kameramann einen Anruf und er sagt, daß er die Bilder dann hochlädt, aber er müsse noch verschiedene Personen rauspixeln, wobei eine beistehende Person etwas schmunzelnd meint "Heimvorteil", worauf der Kameramann meint, nein Angst. Der Besitzer der Website ist eine ehemaliger oder noch akjtiver Sanitäter aber nicht gerade beliebt. Seine Interviews sind auch laienhaft und er macht das doch nur wegen dem Geld und sonst nichts. Seine Fotos sind auch in der größten Deutschen Tageszeitung drin. Ich kenne Ihn persönlich und kann nur bestätigen, daß Respekt ein Fremdwort für ihn ist. |
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pfth PostRank 1

Anmeldungsdatum: 17.09.2007 Beiträge: 4 Wohnort: Berchtesgaden
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Verfasst am: Mi, 23. Apr. 2008 22:53 Titel: @Gast
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Hallo "Gast",
bewusst einmal ganz abgesehen vom großen Leid der Betroffenen und vor allem der Verletzten, denen ich auf diesem Wege eine rasche Genesung wünsche, möchte ich doch etwas zu deinem Kommentar anmerken:
| Zitat: |
besagter Website (will ich hier nicht erwähnen)
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Macht nix, deinen Namen erwähnst Du ja auch nicht. Umsomehr teilst Du dann aber aus. Wenn du den Fotographen eh persönlich kennst, warum stehst Du nicht zu Deiner Meinung und beredest das ganze ruhig, sachlich und persönlich mit ihm? Probleme bespricht man am besten mit dem, der etwas ändern kann. Aber dazu hast Du wahrscheinlich, genauso wie die anderen kritischen Schreiber nicht den nötigen Mut.
Hast Du eigentlich einen der von dir genannten Kommentare aus dem ROH-Video-Material in den fertig geschnittenen und veröffentlichten Berichten gehört? Warum wohl nicht? Richtig - es sind ja auch ROH-Materialien.
| Zitat: |
verschiedene Personen rauspixeln
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muss er, Persönlichkeitsrechte... korrekte Arbeit.
Angst muss diese Berufsgruppe in dieser Region scheinbar leider haben. Schlimm genug, wenn er so etwas sagen muss. Das ist aber keineswegs ein Armutszeugnis für den Fotografen/Kameramann...
| Zitat: |
Interviews sind auch laienhaft
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Das ist deine subjektive Meinung aufgrund des ROH-Materials. Fertig geschnitten kann man es meiner Meinung nach nicht von denen anderer Pressevertreter unterscheiden.
| Zitat: |
er macht das doch nur wegen dem Geld und sonst nichts
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Richtig - denn das ist tatsächlich sein Beruf. Und er ist beileibe nicht der einzige seiner Art - nur in unserem Bereich vielleicht. Diese Leute leben von Unglücksfällen. Daher rührt meist auch das Ansehen dieser Berufsgruppe und ein gewisses Spannungsfeld, das in den Beiträgen in diesem Forums-Thread nicht zu überlesen ist. Sie liefern den Fernsehsendern und Redaktionen (meist möglichst) spektakuläre Bilder und bedienen somit den Voyeur der Menschheit. Sie leben vom Phänomen, dass sich Menschen von Katastrophen und dem Unglück anderer magisch angezogen fühlen. Die Schuld daran jedoch alleine den Agenturen oder Fotografen zu geben, wäre hier nicht fair. Viel mehr müsste sich jeder ein wenig an der eigenen Nase fassen.
| Zitat: |
Respekt ein Fremdwort für ihn
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Ich kenne ihn auch persönlich, und quatsche auch von Zeit zu Zeit mit ihm ein wenig, wenn wir uns sehen. Und glaube mir, ihm ist Respekt wohl weniger fremd als all jenen, die seine Arbeit ausschließlich aufgrund persönlicher subjektiver Meinungen unter Pseudonymen in einem öffentlichen Forum schlecht machen oder ihn - sich auf juristisches Halbwissen berufend - an seiner Arbeit behindern.
Noch ein Hinweis, damit wir uns klar verstehen: Meine Antwort bezieht sich ganz sachlich rein auf den Umgang miteinander. Ich nehme hier bewusst keine weitergehende Wertung irgendwelcher Fotos oder Videos vor. Angesichts der Tragik des Unfalls kann ich die Emotionen der Schreiber und sicherlich vieler stiller Mitleser über die gesamte Thematik absolut nachvollziehen.
Gruss
Thomas |
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Schelm Gast
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Verfasst am: Do, 24. Apr. 2008 00:36 Titel:
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Servus
Der „Feuerwehrchef“ von Berchtesgaden sollte die Gesetze schon kennen, wenn er sich dahinter versteckt. Merke: Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung!
Es ist nicht so, dass jeder, der mit einer Kamera in der Hand zwischen den Einsatzkräften rumläuft, schon zur „Presse“ zählt. Nach Artikel 4 des Bayerischen Pressegesetzes steht das Informationsrecht nur einem Redakteur oder einem genügend ausgewiesenen Mitarbeiter einer Zeitung oder Zeitschrift zu.
Es gibt auch Gesetze, die die Persönlichkeitsrechte der Opfer und Retter schützen. Wenn öffentlich bekannte Prinzessinnen und Politiker (also Personen der Öffentlichkeit bzw. Zeitgeschichte) sich darauf berufen können, gilt dies für „normale“ Opfer und Retter umso mehr (z. B. Bundesverfassungsgericht vom 26.02.2008).
Ein „Feuerwehrchef“ muss auch nicht an der Einsatzstelle Interviews geben, wenn die Polizei vor Ort ist; er muss auch nicht zulassen, dass sich an der Einsatzstelle Kameraleute aufhalten, solange der Einsatz dauert. Auch braucht er sich vor der Presse nicht zu fürchten, wenn er und seine Feuerwehr gute Arbeit leistet.
Unseriöse Berichterstattung, Sensationsgier und Geschäftemacherei bei Einsätzen zu unterbinden, hat nichts mit Boykotthaltung zu tun.
Er hätte als Einsatzleiter diese Art der Berichterstattung nicht auch noch durch seinen Beitrag unterstützen dürfen, sondern die Menschenwürde und Persönlichkeitsrechte der Opfer und Retter schützen müssen.
Unter dem Link www.presserecht.de stehen die Gesetzestexte und Urteile. |
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pfth PostRank 1

Anmeldungsdatum: 17.09.2007 Beiträge: 4 Wohnort: Berchtesgaden
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Verfasst am: Do, 24. Apr. 2008 07:52 Titel:
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Hallo "Schelm",
ich hätte diese Antwort gerne per Private Message gesendet oder per Email, leider ist aber das nicht möglich (Gast). Deshalb doch hier im Forum:
| Zitat: |
Der „Feuerwehrchef“ von Berchtesgaden sollte die Gesetze schon kennen, wenn er sich dahinter versteckt.
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Meiner Meinung nach wird die Diskussion an dieser Stelle völlig lächerlich und polemisch.
| Zitat: |
Es ist nicht so, dass jeder, der mit einer Kamera in der Hand zwischen den Einsatzkräften rumläuft, schon zur „Presse“ zählt.
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Nein, nicht jeder. Aber welche, die sich entweder ausweisen oder bekanntermaßen für Zeitungen, Fernsehsender und Redaktionen arbeiten allerdings schon.
| Zitat: |
Artikel 4 des Bayerischen Pressegesetzes
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Jetzt müsstest Du diese Rechtsnorm nur noch anwenden und den gegebenen und hier diskutierten Sachverhalt darunter subsumieren. Aus welchem Grund genau steht den in der Au tätig gewesenen Reportern kein Auskunftsrecht zu?
| Zitat: |
Es gibt auch Gesetze, die die Persönlichkeitsrechte der Opfer [...] schützen
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Ja, einige sogar. Um diese Rechte zu schützen, werden oftmals Fotos retuschiert, gepixelt, etc. Völlig unstrittig geb ich Dir Recht, dass Opfer einen gesetzlichen Schutz ihrer Persönlichkeitsrechte genießen.
| Zitat: |
Es gibt auch Gesetze, die die Persönlichkeitsrechte der Retter [...] schützen
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Beim Fotografieren von Einsatzkräften ist das nicht so leicht, vor allem wenn sie als "Beiwerk am Bild" erscheinen - das nicht zu tun, dürfte bei vielen Fotos eines Einsatzes unmöglich sein.
| Zitat: |
Wenn öffentlich bekannte Prinzessinnen und Politiker (also Personen der Öffentlichkeit bzw. Zeitgeschichte) sich darauf berufen können, gilt dies für „normale“ Opfer und Retter umso mehr (z. B. Bundesverfassungsgericht vom 26.02.2008).
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Hilf mir. Ich kann im Beschluss keinen Bezug zu Opfern oder Rettern finden.
| Zitat: |
Ein „Feuerwehrchef“ muss auch nicht an der Einsatzstelle Interviews geben, wenn die Polizei vor Ort ist
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Sagt bitte genau welche Rechtsnorm?
| Zitat: |
er muss auch nicht zulassen, dass sich an der Einsatzstelle Kameraleute aufhalten, solange der Einsatz dauert
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Sagt genau welche Rechtsnorm?
| Zitat: |
Auch braucht er sich vor der Presse nicht zu fürchten, wenn er und seine Feuerwehr gute Arbeit leistet.
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Da gibt es leider massenhaft Gegenbeispiele. Viele noch so professionelle Hilfsorganisationen können Dir wahrscheinlich ein Lied davon singen.
"Schelm", ich denke eine weitere Diskussion über juristische Feinheiten des Presserechts ist unter Berücksichtigung der Umstände hier in diesem Rahmen völlig unangebracht. Sollte Deinerseits weiterer Bedarf bestehen, kannst Du dich gerne per PM an mich wenden, dann bereden wir das vielleicht auch mal persönlich - dem Forum sollten wir das aber ersparen.
Gruss
Thomas |
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Markus M. PostRank 3

Anmeldungsdatum: 12.12.2007 Beiträge: 36 Wohnort: Bischofswiesen/München
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Verfasst am: Do, 24. Apr. 2008 09:33 Titel:
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| pfth hat Folgendes geschrieben: |
| ...dem Forum sollten wir das aber ersparen. |
Vielen Dank. |
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Anton Brandner PostRank 1

Anmeldungsdatum: 22.04.2008 Beiträge: 4
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Verfasst am: Do, 24. Apr. 2008 10:02 Titel:
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Servus Schelm,
| Schelm hat Folgendes geschrieben: |
Der „Feuerwehrchef“ von Berchtesgaden sollte die Gesetze schon kennen, wenn er sich dahinter versteckt.. |
Ich kenne im Gegensatz zu Dir die Gesetze und werde dir das nachfolgend auch gerne beweisen. Wie kommst Du darauf, dass ich mich hinter den Gesetzen verstecke? Einerseits den Moralapostel spielen wollen und dann gleich im ersten Satz eines öffentlichen Forums einen Helfer persönlich angreifen: das passt nicht so ganz zusammen!
| Schelm hat Folgendes geschrieben: |
| Merke: Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung! |
Ein grösseres Eigentor hättest Du wohl kaum schiessen können...
| Schelm hat Folgendes geschrieben: |
Es ist nicht so, dass jeder, der mit einer Kamera in der Hand zwischen den Einsatzkräften rumläuft, schon zur „Presse“ zählt. Nach Artikel 4 des Bayerischen Pressegesetzes steht das Informationsrecht nur einem Redakteur oder einem genügend ausgewiesenen Mitarbeiter einer Zeitung oder Zeitschrift zu.
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Das hat auch nie irgendjemand bezweifelt. Dir ist schon klar, dass Aktivnews selbstverständlich über einen Presseausweis verfügt?
| Schelm hat Folgendes geschrieben: |
| Es gibt auch Gesetze, die die Persönlichkeitsrechte der Opfer und Retter schützen. Wenn öffentlich bekannte Prinzessinnen und Politiker (also Personen der Öffentlichkeit bzw. Zeitgeschichte) sich darauf berufen können, gilt dies für „normale“ Opfer und Retter umso mehr (z. B. Bundesverfassungsgericht vom 26.02.2008). |
Auch das ist in keinster Weise irgendwas Neues. Wichtig ist allerdings eines: Die Feuerwehr ist nicht befugt, die Pressearbeit einzuschränken, weil wir eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte befürchten. Wie gesagt:
| Schelm hat Folgendes geschrieben: |
| Merke: Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung! |
| Schelm hat Folgendes geschrieben: |
| Ein „Feuerwehrchef“ muss auch nicht an der Einsatzstelle Interviews geben, wenn die Polizei vor Ort ist; er muss auch nicht zulassen, dass sich an der Einsatzstelle Kameraleute aufhalten, solange der Einsatz dauert ! |
Falsch!!! Ich darf sie nur von der Einsatzstelle verweisen, wenn Sie eine sich oder andere gefähren, oder wenn sie die Einsatzkräfte behindern. Und das wird von den Gerichten sehr eng ausgelegt, ein pauschales "schleichts euch, ihr gehts uns im Weg um" hat vor Gericht keine Chance, wenn es nicht nachhaltig belegt werden kann. Wir wurden bei dem Einsatz in der Au von der Presse in keinster Weise behindert.
| Schelm hat Folgendes geschrieben: |
| Auch braucht er sich vor der Presse nicht zu fürchten, wenn er und seine Feuerwehr gute Arbeit leistet. |
Ein Beispiel aus der Praxis: Vor vielen Jahren war die Brandkatastrophe im Lauchlehen Gern mit 2 Todesopfern. Die Feuerwehr holte die Leute aus dem Haus, aber die Hilfe kam leider zu spät. Schlagzeile damals in der Bild: "2 Menschen starben, weil die Feuerwehr im Schnee stecken blieb". Diese Schlagzeile entbehrte jeglicher Grundlage - aber es gibt heute noch Leute, die das so falsch in Erinnerung haben...
| Schelm hat Folgendes geschrieben: |
| Unseriöse Berichterstattung, Sensationsgier und Geschäftemacherei bei Einsätzen zu unterbinden, hat nichts mit Boykotthaltung zu tun. |
Ach so. Und wie würdest es Du nennen, wenn ich ein Interview verweigere und der Reporter sich stattdessen auf die Suche nach einem O-Ton von einem Angehörigen oder sonstigem Augenzeugen macht?
| Schelm hat Folgendes geschrieben: |
| Er hätte als Einsatzleiter diese Art der Berichterstattung nicht auch noch durch seinen Beitrag unterstützen dürfen, sondern die Menschenwürde und Persönlichkeitsrechte der Opfer und Retter schützen müssen. |
Es wär schön, wenn Du - wie die meisten anderen hier auch - Dir die Arbeit machen würdest und Dir die vorhergehenden Beiträge durchlesen würdest. Es haben auch andere Forumsteilnehmer bereits darauf hingewiesen, dass die sachliche Info in meinem Interview eben genau die seriöse Berichterstattung unterstützt hat.
| Schelm hat Folgendes geschrieben: |
| Unter dem Link www.presserecht.de stehen die Gesetzestexte und Urteile. |
Dann lies sie!
Man muss als Einsatzleiter damit leben, dass das eigene Handeln in der Öffentlichkeit hinterfragt und evtl. auch kritisiert wird. Damit habe ich auch kein Problem, das gehört zum "Job". Die Art und Weise, wie hier Einige das tragische Unglück in der Au missbrauchen, um sich als vermeintlicher Moralhüter in Szene zu setzen, enttäuscht und befremdet mich aber. Der passende Schlußsatz zu diesem Thema wurde eigentlich schon geposted:
[quote="warum"]
Es gibt aber nur eins das jetzt wichtig ist:
die schwerstverletzten müssen wieder auf die Beine kommen. Hier zählt nur das Leben.
Und wenn es 1000 Bilder wären, ich möchte den beiden nur wieder in die Augen schauen können.[/quote="warum"]
Ich werde mich hier jetzt aus der Diskussion ausblenden. Nachdem ich hier mit meinem echten Namen geposted habe, ist es aber für wirklich Interessierte kein Problem, mich zu kontaktieren und über das Thema offen und sachlich zu diskutieren.
Viele Grüße
Anton |
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Schneck Gast
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Verfasst am: Do, 24. Apr. 2008 10:17 Titel:
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Hallo,
Als Nicht-Berchtesgadner kenn ich den Vorfall nicht.
Aber ehrlich - als Konsument, hat man doch sehr gute Möglichkeiten sich gegen eine solche Berichterstattung zu wehren: sie einfach nicht nutzen. Ich finde es sonderbar sich die Fotos alle genau anzusehen und sich dann darüber zu ärgern.
An die Freiwillige Feuerwehr:
als Stadtmensch bin ich immer wieder begeistert über so viel Engagement und Hilfe! Weiter so!
lg,
Schneck |
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Stephan Administrator


Anmeldungsdatum: 31.01.2005 Beiträge: 658 Wohnort: Schönau am Königssee
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Verfasst am: Do, 24. Apr. 2008 12:36 Titel: Bilder Berichterstattung Öffentlichkeitsarbeit
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Hallo alle miteinander,
mit großem Interesse habe ich die Beiträge in den letzten Tagen verfolgt und viele Gute Beiträge und Argumente lesen dürfen. Da ich am Samstag auch selbst vor Ort war und das ganze bedauerlicherweise live miterleben musste, schreibe ich hier auch mit sehr gemischten Gefühlen.
1. Die Einsatzkräfte
Es ist gewaltig wie schnell die Hilfeleistenden vor Ort waren und sich die Helfer um alle gekümmert haben. Ob ich das so je könnte weiß ich nicht und entsprechend groß ist mein Respekt gegenüber jedem, der bei solchen Unfällen helfen kann und sich in Organisationen wie der Freiwilligen Feuerwehr, beim Roten Kreuz etc. engagiert.
2. Die Berichterstattung
Natürlich habe ich auch die Berichte in diversen Medien verfolgt und es gibt leider schon Medien, deren Berichterstattung mit den kritisierten Bildern gefüttert worden sind und die herrschende Situation gegenüber den Opfern in ungebührlicher Art und Weise gezeigt hat. Das dies auch die Meinung von anderen ist war auch der Ursprung dieser ganzen Diskussion hier im Forum.
Aus rein wirtschaftlichen Gründen kann ich den Fotografen sogar verstehen. Er bekommt für reißerische Bilder mit Sicherheit um ein Vielfaches mehr als für sachliche Bilder, die z.B. keine Opfer zeigen. Dies belegen ja auch die großen Unterschiede bei den Zugriffen auf die Bilder in seiner Galerie. Natürlich können die Angehörigen die dementsprechenden Rechtsmittel gegen solche Bilder etc. einlegen und auf diesem Wege den Opfern der Zukunft solche Bilder ersparen. Diese Bilder zu unterbinden kann aus meiner Sicht aber nicht die Aufgabe der Rettungskräfte vor Ort sein. Auch gebe ich dem Brandner Anton Recht, der lieber gleich die Presse informiert um die stille Post außen vor zu lassen.
Ich habe bis jetzt allerdings immer gedacht, dass dies die Aufgabe der Polizei ist und die Presse die sachliche Information in Form eines Berichts von der Polizei erhält.
Da ich glaube, dass zu diesem Thema alles gesagt worden ist werde ich dieses Thema jetzt schließen und bedanke mich bei allen Schreibenden für Ihre Argumente. Sehr gut finde ich dabei dass der Brandner Anton sich der hier geäußerten Kritik gestellt hat und vor allem, dass er als registrierter Nutzer geschrieben hat.
Mein einziger Wunsch ist derzeit allerdings, dass wir alle Verletzten in Bälde wieder gesund unter uns haben und wünsche Ihnen alles nur erdenklich Gute!
Stephan Kastner _________________ Berchtesgadeninfo.de: Urlaub in Berchtesgaden, Ramsau und Königssee http://www.berchtesgadeninfo.de
NEU: 3-Tage und 5-Tages-Programm Adventure Sports und Outdoor Fun in Berchtesgaden http://www.berchtesgadeninfo.de/Aktivurlaub.393.0.html |
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