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Berchtesgadener Solidarität zum Hotel Edelweiß   
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Murmeltier
Gast





BeitragVerfasst am: Di, 03. Jun. 2008 16:26    Titel: Hotel ja, aber nicht in diesen Dimensionen

auch Hotel haben wollen - aber nicht so einen riesigen Bunker in der Mitte des Marktes! Sind wir denn an der türkischen Riviera? Werden zukünftig die (Billig-)Touristen mit Bussen angekarrt? Warum sollten auf einmal so viel mehr Touristen, die natürlich auch noch recht gut betucht und kaufwütig sein müssen, nach Berchtesgaden kommen?
Was ist schlecht daran, wenn man seine Heimat und sein alpenländisches Heimatbild liebt und möglichst erhalten möchte? Warum immer nur schwarz oder weiß sehen? Wie wäre es mal mit Kompromissen?
Hätte es nicht auch ein 5 stöckiges Hotel getan z.B. mit Wellnessbereich im Untergeschoß und nicht im 7. Stock??? Warum rentieren sich nur 120 Betten?
Wenn das Kongresszentrum belebt werden soll und mehr Gäste nach BGD anziehen soll dann ergeben sich folgende Fragen:
Ist das Kongresszentrum wirklich nur deshalb so gut wie nicht ausgelastet, da es kein 4 Sterne Hotel gegenüber gibt??? Wie viele Personen passen überhaupt in das Kongresszentrum? Und reisen die meisten zu einem Kongress nicht alleine an und belegen ein Doppelzimmer einzeln? Rechnet sich das dann auch immer noch? Wie viele Kongresse wird es dann wohl zukünftig mehr geben? Einen, zwei oder vielleicht drei??? Wären diese Gäste nicht auc hgekommen, wenn man das Hotel an anderer Stelle (z.B. bei der Abrissgrube v. Berchtesgadener Hof - immer noch zentrumsnah) gebaut hätte?

Lieber Berchtsgadner - kommt zur Vernunft und überlegt euch mal selbst genau das Für und Wider - und zwar in der Realität und ohne Luftschlösser zu bauen, die ohnehin nicht realisierbar sind...

Ich hoffe sehr, dass alles gut ausgehen wird - wie immer das "gut" auch für jeden von uns aussehen mag. Aber ein regelrechter Kampf ist sicherlich nicht die Lösung!
Ein Kompromiss für alle Parteien wäre doch super, oder????
Schließlich werden wir auch noch die nächsten Jahre und Jahrzehnte zusammen leben müssen- ich würde mir eher ein nicht so riesiges Hotel wünschen, das nicht wie ein Fremkörper mitten im Herzen von BGD steht.
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Flo
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Anmeldungsdatum: 09.02.2008
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: Di, 03. Jun. 2008 17:44    Titel: Re: Hotel ja, aber nicht in diesen Dimensionen

Murmeltier hat Folgendes geschrieben:
...- ich würde mir eher ein nicht so riesiges Hotel wünschen, das nicht wie ein Fremkörper mitten im Herzen von BGD steht.


Tja, wünschen kann man sich ja viel, nur leider wünschen wir uns so ein Hotel schon seit 15 Jahren, solang sucht der Markt schon nach einem Investor für das Grundstück!

Man könnte auch sagen "Wir sind hier nicht bei "wünsch dir was", sondern bei "so isses"! Willkommen in der Realität!

Und was diese wohl von einigen Medien herbeigeredete "schlechte Stimmung" betrifft, ich hab davon noch nix bemerkt! Was soll das Gerede von "Kampf" und "Mob"??? Wir hatten bei uns im Geschäft bisher mind. 200 Befürworter, die sofort und rein freiwillig sich in die Unterschriftenliste eingetragen haben, und ich glaub 3 Kritiker, die sich negativ geäußert haben. Das ist natürlich nicht repräsentativ, aber wenn man schon von Demokratie redet, muss man auch mal diese Mehrheitsverhältnisse zur Kenntnis nehmen!!! Und die Befürworter als "aufgehetzten Mob" zu bezeichnen, spricht nicht grad für viel Demokratieverständnis! Wer soll denn die aufgehetzt haben?

Klar hört man auch mal Meinungen über die Kläger, von denen Ideen mit Marterpfahl oder Pranger noch die harmloseren Beispiele sind, aber das entspringt halt einer Wut heraus, dass sich wenige Gegner über den Willen der großen Mehrheit so hinwegsetzen können. Das hat aber nix mit "Kampf" zu tun.

Also, ned alles glauben, was die Bildzeitung oder andere Medien so schreiben! Laut einer Nürnberger Zeitung ist ja vor 2 Wochen das Kehlsteinhaus auch schon "von einem Brand teilweise zerstört worden", obwohl es nicht einen einzigen Funken gegeben hatte bei dem Großalarm... Confused
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roma
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Anmeldungsdatum: 26.01.2008
Beiträge: 17
Wohnort: Bad Reichenhall

BeitragVerfasst am: Di, 03. Jun. 2008 18:33    Titel: Re: Hotel ja, aber nicht in diesen Dimensionen

Murmeltier hat Folgendes geschrieben:

Hätte es nicht auch ein 5 stöckiges Hotel getan z.B. mit Wellnessbereich im Untergeschoß und nicht im 7. Stock???

Shocked das ist heute sicher nicht mehr aktuell Idea heutzutage braucht man einen attraktiven Wellnesbereich; Schwimmen mit Aussicht zum Watzmann - das wäre grandios und eben nur in BGD zu haben ! ein Kellerschwimmbecken mit Illusionsmalerei an den Wänden bekommt man überall Rolling Eyes

ehemaliger Berchtesgadener hat Folgendes geschrieben:

Warum kamen denn bislang immer weniger Touristen nach BGD. Mit Sicherheit nicht, weil es kein anständiges 4 Sterne Hotel gab... Man müßte wohl grundsätzlich an der Marketingstrategie von BGD feilen

und zu den Übernachtungszahlen: attraktive Hotels mit aktiven Hoteliers haben sicher keine rückläufigen Übernachtungszahlen ! Für weniger Gäste ist in erster Linie jedes Hotel selbst schuld.
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Gerhard
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Anmeldungsdatum: 27.01.2008
Beiträge: 23
Wohnort: Berchtesgaden

BeitragVerfasst am: Mi, 04. Jun. 2008 11:42    Titel: Befürworter und Gegner des Hotels

Ich kann die Angriffe auf die Befürworter des Hotels jetzt aber nicht ganz verstehen. Wenn ich dann noch lese dass die Befürworter auf die Gegner los gehen und Berchtesgaden vorbelastet ist dann verstehe ich gleich gar nichts mehr.

Hier ein Hinweis an den oder die Berchtesgadener, die nach Nürnberg ausgewandert sind. Die gesunden Hotels kümmern sich alle selbst um Ihre Gäste und alleine das ist der Grund weshalb wir überhaupt noch zahlungskräftiges Publikum hier in Berchtesgaden haben. Einige der "Top-Hotels" haben sich hierfür sogar eine eigene Internetplattform geschaffen. Unsere Tourismusexperten setzen ja eher auf Billigpauschalen und damit kann man tatsächlich keine deutschen mehr beschäftigen. Das Zeigt ja auch die Tatsache, dass diejenige die den Pauschaltourismus in Berchtesgaden eingeführt hat, nun im Gefängnis sitzt weil sie Dauerurlauber aus Rumänien aufgenommen hat, die ihr dankenswerter weise noch die ganze Arbeit gemacht haben.

Ich war anfangs auch sehr skeptisch. Aber im Gegensatz zu den nicht oder nur schlecht informierten Kritikern aus Nürnberg habe ich von den Angestellten des Hotels in Grosarl persönlich vernommen, dass Herr Hettegger über Tarif bezahlt und das ausschließlich Österreicher und eine aus Berchtesgaden im Hotel Edelweiß Großarl arbeiten.
Weiters verstehe ich nicht wieso man auf dem Personal rumreitet?

Sobald ein Betrieb vor Ort angesiedelt ist, wird dieser Betrieb aus der Gegend Personal benötigen.

Ich dachte immer es ginge rein um die Höhe des Hotels und um das Ortsbild?
Dann verstehe ich aber schon gar nicht wieso sich keiner über das 5-Sterne Hotel am Obersalzberg aufgeregt hat. Dieses Hotel sieht man von überall und passt so gut in die Landschaft wie der Olympiaturm von München.

Ich glaube eher das der wirklich treibende Keil der beleidigte Architekt ist. Ach ja, wieso regt sich eigentlich keiner über unseren schönen Bahnhofsvorplatz auf? Wurde hier nicht die Heimat verkauft?
Wurde hier nicht vor einem Denkmal der Zeit etwas riesig hässliches geschaffen?

Zu den bisherigen Planern des Markt Berchtesgaden habe ich auch noch etwas: http://www.communi.eu/ftopic638.html

ich wünsch euch was!
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Watzi
Gast





BeitragVerfasst am: Mi, 04. Jun. 2008 17:14    Titel: Edelweiß und mehr

Tolle Diskussion im Forum. Der eine wähnt uns Berchtesgadener im Mittelalter, der andere sieht uns noch vorbelastet. Was haben diese Leute für eine Denke! Das ist Nestbeschmutzung übelster Art!

Wieder ein anderer hat Angst vor ausländischen Mitarbeitern, Dumpingpreisen und Billigtouristen.

Genau diesem Trend muss doch aber entgegen gearbeitet werden. Qualität ist gefragt, nicht mit Aldi, Tchibo und Bildzeitung, sondern mit einem Unternehmer, der das Gegenteil bewiesen hat, der den Österreichischen Exportpreis 2008 bekommen hat wegen herausragender Leistungen in der Tourismuswirtschaft. Reden Sie mit den Beschäftigten im Edelweiß, die stehn voll hinter Ihrem Chef und sprechen in der Regel Großarler Dialekt. Sie sind stolz in diesem Hotel arbeiten zu dürfen! Qualität fängt bei den eigenen Mitarbeitern an und nicht beim Ausnutzen!

Die Klägergemeinschaft -- hui hui -- uns doch mit einem kleinen schnuckeligen Chalethotel, dass niemand bauen wird und auch nicht bauen kann. Ein Hotel hat Fixkosten ohne Ende: hohe Personalkosten, hohe Energiekosten, laufende Investitionen um up to date zu bleiben.

Nahezu jede zweite Kongressanfrage scheitert an fehlenden Hotelzimmern! Nur soviel zum Kurhaus! Wo könnten die Huberbuam vor 600 Leuten auftreten, wo gäbe es ein Adventsingen mit zweimal 700 Zuschauern, wo könnte ein Konzert, eine Glenn-Miller Revivalband auftreten, wenn nicht im Kurhaus. Los reißst es ab und dann ab in die tiefste Provinz! Wieviele Kurzdenker und Nicht-über-denTellerand-Hinausgucker gibt es denn in unserer Gegend. Wahrscheinlich sind viele von denen nicht über den Hallthurm hinausgekommen!

Ist es verpönt Geld zu verdienen, dieses zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen! Ein Herr Immich schafft keine Arbeitsplätze! Er vernichtet Sie! Vom Denkmalschutz kann keiner runterbeißen. Im Übrigen stand das Hotel Post nicht unter Denkmalschutz, der Standort ist auch nicht in einem denkmalgeschützten Ensemble. Das Hotel Edelweiß steht weder auf dem Marktplatz noch auf dem Schlossplatz. In der Süddeutschen zum Jubiläum des Bayerischen Denkmalschutzes zu lesen: Nach der Fertigstellung sind viele Bauwerke eine Sünde, nach hundert Jahren sind sie ein Denkmal!

Das Hotel Edelweiß wäre nicht einmal nach der Fertigstellung eine Sünde, sondern ein Segen für Berchtesgaden und die ganze Region! Diejenigen, die es verhindern wollen, versündigen sich an der Zukunft Berchtesgadens! Und wenn man den Klägern diesen Fakt vorhält ist es weder Mobbing, noch unter Druck setzen, sondern die reine Wahrheit.
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Knusperhex
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Anmeldungsdatum: 21.05.2007
Beiträge: 89
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BeitragVerfasst am: Mi, 04. Jun. 2008 18:47    Titel: Hotel Edelweiß im Bayerischen Fernsehen

Heute strahlt das Bayerische Fernsehen um 21.15 Uhr, im Rahmen der Sendung Kontrovers, einen Beitrag über die Querelen um das Hotel Edelweiß, im Hinblick auf politische Entscheidungen und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger im Talkessel aus.
_________________
Wir haben alles im Griff auf dem sinkenden Schiff!
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Flo
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Anmeldungsdatum: 09.02.2008
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: Mi, 04. Jun. 2008 19:36    Titel:

@Watzi: Tolles Statement, ich kann dir nur zu 100% rechtgeben! super
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Flo
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Anmeldungsdatum: 09.02.2008
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: Mi, 04. Jun. 2008 19:38    Titel: Re: Hotel Edelweiß im Bayerischen Fernsehen

Knusperhex hat Folgendes geschrieben:
Heute strahlt das Bayerische Fernsehen um 21.15 Uhr, im Rahmen der Sendung Kontrovers, einen Beitrag über die Querelen um das Hotel Edelweiß, im Hinblick auf politische Entscheidungen und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger im Talkessel aus.


Na dann hoff ich mal, dass von unser aller Zwangsgebühren nicht wieder so ein reißerisches Zerrbild der untersten Kategorie wie damals bei der Sendung Capricio oder wie der Schrott hieß produziert wurde!
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Gast
Gast





BeitragVerfasst am: Mi, 04. Jun. 2008 19:59    Titel:

Wir brauchen schon ein Hotel, aber wir sollen nicht unsere Heimat verkaufen wie in der "Piefkesaga"
Nacher jammern wir dann wieder wie beim Kurhaus.
Ein Tipp... fahrts mal duch die österreichischen Ski und Tourismusgebiete wie z.B. Obertauern....dann sehts as.
Und? wieso springt der Investor jetzt doch nicht ab, wie angkündigt? Seine Geduld sei angeblich am Ende? Oder ist das Projekt ob groß oder kleiner doch eine Goldgrube?
Evi
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Flo
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Anmeldungsdatum: 09.02.2008
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: Mi, 04. Jun. 2008 20:13    Titel:

Gast hat Folgendes geschrieben:
Ein Tipp... fahrts mal duch die österreichischen Ski und Tourismusgebiete wie z.B. Obertauern....dann sehts as.
Und? wieso springt der Investor jetzt doch nicht ab, wie angkündigt? Seine Geduld sei angeblich am Ende? Oder ist das Projekt ob groß oder kleiner doch eine Goldgrube?
Evi


Naja, Obertauern besteht aber NUR aus Riesen-Hotels, das hat doch mit BGD überhaupt nix zu tun!

Herr Hettegger hat nie gesagt, dass er jetzt abspringt, seine Geduld ist sicher irgendwann am Ende, aber aktuell überhaupt noch nicht.

Und was soll immer diese Neiddiskussion, ob man mit so einem Hotel viel Geld verdienen kann oder nicht??? Natürlich bringt so ein Projekt, wenn es gut geführt wird, Geld ein, das ist doch nicht verboten! Und 18 Millionen davon will der Investor HIER BEI UNS investieren! Das bekommen auch Berchtesgadener Handwerker und Unternehmen, wie z.B. schon die Baggerbetriebe und Fuhrunternehmen, die den Aushub erledigt haben. Das kommt dann auch bei deren Mitarbeitern an, die es dann hier wieder ausgeben, sichert und schafft Arbeitsplätze! Ein Teil davon fließt als Steuern an die Gemeinde, die damit die Schule renoviert, die Trachtenvereine unterstützt usw. Das ist doch nicht so schwer zu verstehen, dass es im Endeffekt uns allen nützt!!!
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Anton1989
Gast





BeitragVerfasst am: Do, 05. Jun. 2008 09:22    Titel: Die Sicht der Jungend

Hallo zusammen,

also ich als einfacher 18 Jähriger Auszubildender stelle -- hui hui -- einen der jüngsten "Autoren" in diesem Forum da. Ich kenne mich selbst nicht mit Stättebaurecht aus aber was ich rein objektiev sagen kann ist:

Ich kenne kein Hotel in der näheren Berchtesgadener Umgebung mit 4 Sternen.
Ich kenne keine Gemeinde im Innenren Landkreis die KEIN 4 Sterne Hotel hat.

Königssee: Alpenhotel
Schönau: Hotel Zechmeister
Ramsau: Hotel Hochkalter, Hotel Rehlegg
Oberau: Hotel Neuhäusl

Ich habe mir diese Hotels nur als Beispiele herausgesucht.

In Berchtesgaden gibt es KEIN Hotel das 4 Sterne hat, die Hotels Kronprinz und Fischer haben 3 Sterne.

Wenn ich als Urlauber nach Berchtesgaden komme, komme ich wegen Berchtesgaden, weil diese Gemeinde in jedem Urlaubsprospekt als erstes angeführt wird. Erst im weiteren Textverlauf werde ich darauf verwiesen dass mein Hotel in der näheren Umgebung liegt und nicht im Zentrum.

Warum ist es bei uns in Berchtesgaden immer so schwierig etwas zu realiesieren, dass in vorherigem Maßstab so nicht vorhanden war z.B. das neue Gymnasium:

Wie viel wurde über die Architektur geredet, über Ausstattung und größe?!
Jetzt 4 Jahre nach Fertigstellung redet keiner mehr ein Wort darüber.

Was ich auch noch anführen will ist das dieses Hotel indierekt für die Zukunft von Berchtesgaden steht den Fakt ist: Wir sind immer noch eines der führenden Urlaubsgebiete in ganz Deutschland, doch wenn es für einen Investor so schwierig ist bei uns ein Projekt zu realisieren, dann werden wir das in Zukunft so nicht mehr sein. Berchtesgaden braucht dringend Impulse!!

Wie soll es weitergehen, wenn erst einmal alles was gemacht wird schlecht geredet wird und blockiert wird?

In anderen Gemeinden sucht man Händeringend nach Investoren, wir haben einen. Doch dieser will in einem Maßstab bauen, der den wirtschaftlichen Standart entspricht. Das Hotel Post ist Geschichte - es wurde über Jahrzehnte hinweg nicht mehr investiert bis es schließlich aus meiner Sicht nur noch häßlich und herunteekommen war. Ich an meiner stelle befürworte das Hotel genau so wie es geplant ist und nicht anders. Und jeder der sich auf Gerüchte oder seine Informationen aus dem Berchtesgadener Anzeiger stützt, einfach nur mitredet, ohne genaue Informationen zu haben soll sich selbst die Frage stellen ob er zu allen negativen Äußerungen seiner selbst zum Hotel Edelweiß stehen kann.

Anton Quirin Plenk
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dafür
Gast





BeitragVerfasst am: Fr, 06. Jun. 2008 08:38    Titel: Gedanken über BGD

Hallo,

ich lese und lese und lese - hier im Forum und fast zu jedem Beitrag würde mir einiges einfallen.

Ich lese, BGD ist auf dem absteigendem Ast. Meine Meinung: Es ist, wie das Nonntal u. a. auch, "death city".

Jemand schrieb, gegen 18 Uhr werden die Bürgersteige hochgeklappt. So ist das nun mal in einem "Dorf" wie BGD und dessen Bewohnern, wovon zumindest viele (zu viele), nicht in der Gegenwart, sondern in der in ihren Köpfen um etliche Jahre zurückliegenden Gegenwart leben und der Ansicht sind, dass es ohne Zutun immer so weiter gehen wird.

Der sichtbare Horizont ist durch die Bergwelt naturgemäss gering und dieser sichtbare Horizont gehört offenbar - vorsichtig gesagt - zur Mentalität mehrerer Bewohner, um nicht zu sagen, zum geistigen Horizont.

Dass Richter absolut weltfremd sind und auch keinerlei Beziehung zum realen Leben haben, sollte langsam jedem klar werden. Ist für mich nichts Neues - leider, das durfte ich selbst schon in Urteilen erleben. Doch vertraute ich ihnen diesmal. Es kann doch nicht sein, dass die immer noch so sind. Leider aber doch.

Zu gross der Bau? Gross??? Himmel, wir sind zwar nicht in einer Welt-/Grossstadt wie Cannes oder Nizza, aber für mich ist trotzdem ein Hotel mit der Bettenzahl des Hotels Edelweiss eher klein. Zu gross in den Ausmassen? Eher die Baugrube, die nun sehr lange bleiben wird, ist mir zu gross und auch die Konsequenzen, die das tote BGD noch haben wird.

Ich las, man lacht nicht über uns. Das sehe ich anders. Die Geschichte mit allen Fählern Smile Konsequenzen, Verlauf und Folgen gibt und wird Aussenstehenden und den Medien noch genügend Anlass geben. Ist es doch wieder mal eine Kerbe in die man schlagen kann, um "mal wieder" über uns Bayern im Rest der Republik Wink lachen zu können. Abwarten.

Ich lese und schrieb selbst etwas über unsere Demokratie. Hier erlaube ich mir, Kritik anzumerken: Es gibt Listen der Befürworter. Wo sind die Gegnerlisten? Da hängt nix am Zaun und auch sonst fand ich sie nicht. Das ist ungerecht. Nur Foren, wie dieses, zum Glück.

Oft lese ich, jedoch nur einseitig, bei Reaktionen auf Beiträgen von Gegnern, man solle den Mut haben, sich zu registrieren. Was für ein Unsinn. Welchen Zweck soll das haben? Namentlich jemanden zu lynchen? Foren sind auch nicht die Zukunft, möglichwerseise eher Blogs. Dort wird auch niemand zur Registrierung aufgefordert, wenn jemandem eine Meinung nicht passt.

Ich gebe aus Selbstschutzgründen im Internet nirgendwo meine Identität preis. Damit wird zu viel Schindluder getrieben und nur bei diesem Thema stehe ich den Gegnern bei.

Möglicherweise wäre das Hotel mal ein Anstoss zum Aufwachen, um mehr für BGD zu tun? Wäre dringend nötig. Souvernirverkauf, die olle Watzmanntherme, die nicht vorhandene Wirtshauskultur, die tolle Landschaft u. v. m. genügen dem Tourismus heutzutage nicht mehr allein. Und die "Alten", die Gäste waren oder es noch sind, werden uns, Verzeihung, nicht erhalten bleiben. Was wird den jüngeren Generationen geboten? Angebote ausserhalb? Ja, da wohn ich doch gleich dort.

Wirtshauskultur: Haben wir für meinen Geschmak überhaupt keine. Erst recht nicht nach Mac Donalds. Zugegeben, auch ich esse gern mal einen Döner, aber Mc? Als Raucher will ich wenigstens in dieser Hinsicht gesund bleiben Wink und halte mich von UHOs fern (unbekannten Hackfleisch-Objekten).
Döner: Nicht mal davon gibt es gute in BGD. Die, die ich hier probierte, warf ich einige Meter weiter gleich in den Müll. Der am Bahnhorf ist ja leider weg. Imbisse gibt es in anderen Regionen fast an jeder Ecke. Hier werden die durch unsere Gastwirte wirkungsvoll (vorsichtig gesagt) verhindert. Man nimmt sich doch nicht selbst die Gäste. Beziehungen braucht man und vergrault, vertreibt die Gäste von vornherein. Z. B. zu Mc. Ist ja gleich um die Ecke.
Bayerische Kost: Ja, gern, aber will dies der Tourist täglich zwei oder drei Wochen lang? Die vorhandenen Alternativen hierzu sind äusserst mager.

Für unsere Gegner: Vielleicht sollte man eine Grossdisco mit Ausmassen, die den jetzigen Gegnern genehm sind, in die Baugrube stellen? Bringt viell. alternativ zum Torismus-Aufschwung auch irgendeinen Aufschwung? Oder viell. ein kleines, niedliches AKW? Kann man ja passend zu den denkmalgeschützten Bauten hässlich anmalen? Ich bin wütend, ja.

Vielleicht aber haben die paar Leute doch recht und wir sind derzeit durch die auf unserem Horizont beruhenden Mentalität nicht imstande zu erkennen, was für ein Glück wir hatten, dass das Urteil erwirkt wurde? Abwarten.

Als Kaufmann würde ich nun die Konsequenzen ziehen (müssen). Meine Millionen kann ich problemloser und erfolgsversprechender andernorts in der BRD (oder sonstwo) anlegen. Die Einstellung könnte ich gut verstehen.

Wenn weder Bank noch Kaufmann derartiges vorher einkalkuliert haben (z. B. die Einstellung mancher hier und die unserer Richter) und ich und meine Bank trotzdem zu bauen beginne, dann habe ich mich gründlich verkalkuliert und ebenso meine Geldgeber. Jeder macht mal Fehler, aber nicht dann, wenn so viel Geld für Profis auf dem Spiel steht. Oder ich habe das in der Portokasse. Falls nicht, muss ich schnellstens die Konsequenzen ziehen, um weitere Verluste zu vermeiden. Sicher ist es eine unrealistische Spekulation zu denken, man wollte die Baugrube auf diesem Weg - warum auch immer... abwarten.

Vielleicht setzen wir einmal den Gegnern ein Denkmal aus Dank für ihre weise Teilnahme am Projekt? Wer kann das wissen? Das Denkmal müsste aber nicht unbedingt in der Baugrube stehen, obwohl es dort dann eigentlich hingehören würde. Und wenn uns etwas am Denkmalschutz liegt, pflegen wir es genauso gut wie alle unseren denkmalgeschützten Objekte. Aber erst kurz bevor sie zusammenbrechen, wie die Wirtschaft von BGD.

Was aber machen wir nun, wenn das Hotel dort nicht kommt? Was ich derzeit mit Schrecken vermuten muss.

Frage: Zeigt das Ganze nicht nun auch, dass eine Investition in BGD nicht lohnenswert ist? Ich denke dabei an Gegner, die wirksam verhindern, an Denkmäler die beim Bau zu berücksichtigen sind, uns sonst aber wenig interessieren (wie ihr Aussehen zeigt), an Horizonte, auf die Gegner bei Richtern vertrauen dürfen, an mentale Horizonte, die unsere Zukunft gefährlich im Ungewissen lassen, an die fehlenden Angebote, sei es Imbiss oder kulinarisches oder Vergnügungen für neue Generationen oder oder oder (zu viele oder).

Wie auch immer, das Leben geht weiter.
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Stephan
Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 31.01.2005
Beiträge: 727
Wohnort: Schönau am Königssee

BeitragVerfasst am: Fr, 06. Jun. 2008 12:46    Titel: Schriftliches Interview - Bürgermeister Berchtesgaden

Schriftliches Interview mit dem neuen Bürgermeister Franz Rasp von Berchtesgaden.


Hallo Herr Rasp, könnten Sie sich einen schwierigeren Start als Bürgermeister vorstellen?

Mit einem so schwierigen und turbulenten Monat habe ich mit Sicherheit nicht gerechnet.



Gibt es schon eine konkrete Urteilsbegründung vom Gericht?
Nein, wir hoffen, dass die Urteilsbegründung in den nächsten 14 Tagen bei uns eingehen wird.


Wie lange dauert es einen neuen Bebauungsplan zu erstellen?
Das ist abhängig vom Verfahrensverlauf, das heißt wie viele Einwendungen vorgebracht werden. Es dauert mindestens 6 Monate, wir rechnen mit ca. 9 Monaten.
(zum Vergleich: Beim Bebauungsplan zum Hotel Interconti zum Beispiel dauerte das Verfahren sogar fast 3 Jahre.)


Wie hoch in % sind die Chancen, dass das Hotel Edelweiß ein bis zwei Stockwerke niedriger gebaut wird?

Das hängt ganz von der Urteilsbegründung des Verwaltungsgerichtshofes ab. Wenn der VGH sagt: ein Stockwerk muß runter, dann haben wir keinen Spielraum, die Aussagen des VGH sind für uns bindend. Wir werden keinen neuen Bebauungsplan aufstellen, der den Aussagen des VGH widerspricht.
Es hängt also (fast) alles von der Begründung des VGH ab. Ein Hinweis dazu: Pro Stockwerk, das das Hotel Edelweiß niedriger gebaut wird, gehen ca. 30 Zimmer, also rund 60 Betten verloren. Herr Hettegger benötigt allerdings etwa 120 Zimmer, um das Hotel wirtschaftlich betreiben zu können. So müsste man das Hotel bei einer Reduzierung in den Stockwerken in der Fläche ausdehnen, was allerdings aufgrund der eingeschränkten Grundstückssituation derzeit nicht möglich ist. Wir sind jedoch mit Hochdruck dabei, hier Planungsalternativen zu finden.


Wann kann Herr Hettegger frühestens mit dem Bau beginnen?

Möglichkeit 1: Wenn alle Klagen gegen die Baugnehmigung zurückgezogen würden, dann innerhalb weniger Tage.
Möglichkeit 2: Wenn ein neuer Bebauungsplan notwendig wird (und davon gehe ich momentan aus) und sollte es im Rahmen dises neuen Bebauungsplanverfahrens zu keinen weiteren Problemen kommen, so gehe ich davon aus, dass Herr Hettegger Anfang nächsten Jahres mit dem Bau des neuen Hotels beginnen kann.


Kann nun gewährleistet werden, dass dieser Bebauungsplan „wasserdicht“ ist?
Wir werden beim neuen Bebauungsplan ganz besonders auf hohe Qualität achten. Natürlich werden wir die Urteilsbegründung sehr genau durchlesen und versuchen, daraus zu schließen, wo evtl. Angriffspunkte beim neuen Bebauungsplan wären. Die Planung wird dahingehend verbessert und optimiert. Die Begründung zum Bebauungsplan wird mit weiteren Gutachten untermauert werden. Insgesamt ist ein Bebauungsplan von der Rechtsnatur her eine Satzung, die durch den Bayer. Ver­waltungsgerichtshof überprüft werden kann. "Wasserdicht" gibt es vor Gericht nicht.


Wie hoch in % ist die Wahrscheinlichkeit aus Ihrer Sicht, dass Herr Hettegger sein Engage­ment in Berchtesgaden beendet.
Ich gehe derzeit voll davon aus, dass Herr Hettegger sein Engagement aufrecht erhalten wird. Voraussetzung ist allerdings, dass die Zimmeranzahl gehalten werden kann, damit das Hotel auch wirtschaftlich zu betreiben ist.


Sollte Herr Hettegger sein Engagement in Berchtesgaden beenden, welche Folgen hätte dies für den Markt Berchtesgaden konkret?
Neben erheblichen finanziellen Folgen für den Markt Berchtesgaden (Rückzahlung Kaufpreis sowie Schadensersatz) müsste man auch mehrere Jahre mit einer Baugrube im Markt leben, da es sicherlich einige Zeit dauern würde, bis ein geeigneter Investor gefunden wäre. Dazu kommt ein enormer Imageschaden für die Tourismus-Destination Berchtesgaden (incl. aller Aussengemeinden) bei potentiellen Hotelbetreibern. Ebenso fällt die langfristige Perspektive für das Kur-und Kongresshaus als Tagungszentrum schlechter aus. Scheitert die vorgesehene Hotelnutzung an der Rechtssprechung, dann wäre eine weitere Hotelnutzung für das Post-Grundstück sicherlich nicht mehr realistisch, sodass man ein Gesamtplanungskonzept auch in Zusammenhang mit dem Kurhaus aufstellen müsste. Dies dürfte einige Jahre in Anspruch nehmen.

Gibt es Konsequenzen für die Entscheider, die in der Verwaltung des Marktes Berchtesgaden solch angreifbare Genehmigungen bei einem so wichtigen Projekt erstellen?

Der Bebauungsplan wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Berchtesgadener Land aufgestellt, das unsere Fach- und Rechtsaufsicht ausübt. Das Landratsamt ist also fachlicher und rechtlicher Ansprechpartner der Gemeinde. Der (nun vom VGH aufgehobene) Bebauungsplan war mit dem Landratsamt abgestimmt.
Der Gemeinderat als Entscheidungsgremium hat seine Entscheidungen auf diese abgestimmte Einschätzungen begründet.
"Entscheider" ist der Gemeinderat mit seinen 20 Mitgliedern+Bürgermeister, die "Konsequenzen" werden bei Kommunalwahlen gezogen.


Können Sie als Bürgermeister Maßnahmen treffen um in Zukunft solch löchrige Genehmi­gungen zu vermeiden?
Wir werden uns wohl in Zukunft bei solch schwierigen Verfahren gleich zu Beginn von hochspezialisierten und teuren Fach­anwälten entsprechend begleiten lassen müssen.

Vielfach ist im Forum die Frage nach früheren Investoren, bzw. anderen Investoren aufge­taucht. Wie lange hat die Marktgemeinde Berchtesgaden nach Investoren gesucht und wie viele wirklich geeignete Investoren konnten in den vergangenen 15 Jahren gefunden werden?
Nach der Rückabwicklung des Erbbaurechtsvertrages mit dem früheren Besitzer des Hotels Post im Jahr 2001 wurde versucht, das Hotel Post zu veräußern. In diesen 5 Jahren wurden zahlreiche Ausschreibungen durchgeführt und auch mehrere Maklerbüros mit dem Verkauf beauftragt. Letztendlich konnte im Jahr 2006 - wie bekannt - die Familie Hettegger als Investor gefunden werden. Einen weiteren geeigneten Investor gab es während dieser Zeit nicht.

Ich bedanke mich beim Bürgermeister Franz Rasp für die Beantwortung der Fragen. Wink

_________________
Berchtesgadeninfo.de: Urlaub in Berchtesgaden, Ramsau und Königssee http://www.berchtesgadeninfo.de
NEU: 3-Tage und 5-Tages-Programm Adventure Sports und Outdoor Fun in Berchtesgaden http://www.berchtesgadeninfo.de/Aktivurlaub.393.0.html


Zuletzt bearbeitet von Stephan am Sa, 07. Jun. 2008 07:42, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Gast






BeitragVerfasst am: Fr, 06. Jun. 2008 13:48    Titel:

Vielen Dank für den gelungenen Leserbrief Frau Lange!!!
Jeder Bürger hat das Recht sich zu wehren, und dass nun diese Bürger als "Verräter" und "Schuldige" hingestellt werdern ist absolut peinlich. Freie Meinungsäußerung??
Evi
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Gast
Gast





BeitragVerfasst am: Fr, 06. Jun. 2008 14:22    Titel:

Wer trägt eigentlich die Kosten für das Verfahren?
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